Unterwart

Erstellt am 15. Januar 2017, 08:34

von Vanessa Bruckner

"Goldene Generation" als Sternsinger. Weil Kinder im Ort „Mangelware“ sind, sprang die Ü50-Generation ein und zog als Sternsinger von Haus zu Haus.

Erprobt. Alois Jalits, Ortsvorsteher Klaus Simon und Günter Benedek zogen gemeinsam mit dem kleinen Sternträger Paul von Haus zu Haus.  |  BVZ, zVg

Ein Revival der Sonderklasse legten Alois Jalits, Ortsvorsteher Klaus Simon und Günter Benedek am Dreikönigstag hin.

Weil in ihrem Heimatdorf Kleinzicken derzeit keine Kinder für den „Job“ als Sternsinger verfügbar sind, zogen sich die Herren nach über 40 Jahren kurzerhand selber wieder die Kostüme über, schnappten sich Myrrhe und „Gold“ und zogen damit von Haus zu Haus - im Sinne der guten Sache, versteht sich. Und das bei wahrhaft eisigen Temperaturen und Windböen, bei denen die Herren gehörig zu kämpfen hatten, damit ihnen Kostüm und Stern nicht um die Ohren fliegen.

Herzlicher Ausflug zurück in die Kindheit

Der 52-jährige Sternsinger Alois Jalits erzählt: „Der Nachwuchs fehlt bei uns im Ort und die Kinder, die es gibt, sind aktuell noch zu klein. Also sind wir „Oldies“ ausgerückt. Den schwersten Job hatte definitiv unser kleiner Sternträger Paul Benedek, denn das Wetter spielte an dem Tag ja wirklich verrückt.“ Unterstützt wurden die Heiligen Drei Könige von Pfarrer Sebastian. Somit war auch der Sturm, dank göttlichem Beistand, kein Problem mehr.

Und so begab es sich, dass jene Leute, die den Heiligen Drei Königen in Eisenzicken die Tür öffneten, aus dem Staunen gar nicht herauskamen. Jalits: „Es war für uns alle ein Ausflug zurück in die Kindheit. Und die Reaktionen der Einwohner waren wirklich herzerwärmend.“