Schweres Erdbeben vor der türkischen Ägäisküste. Ein Erdbeben hat am Montagnachmittag die Ägäisküste im Westen der Türkei erschüttert.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 12. Juni 2017 (16:58)
APA/dpa
Die Menschen stürmten aus den Häusern auf die Straße

Die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad gab die Stärke mit 6,2 an. Nach Angaben des Erdbeben-Monitors des Helmholtz-Zentrums in Potsdam hatte das Beben eine Stärke von 6,4. Das Zentrum lag demnach in einer Tiefe von zehn Kilometern in der Ägäis nordwestlich der Millionenmetropole Izmir.

Zumindest auf der griechischen Insel Lesbos richtete das Beben erhebliche Schäden an. In der Region der Ortschaft Plomari im Süden der Insel wurde nach Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters, Manolis Armenakas, der Glockenturm einer Kirche schwer beschädigt. Mehrere Häuser wiesen Risse auf. Zudem gab es einige Erdrutsche, die zum Teil Straßen versperrten. Informationen über Verletzte gab es zunächst nicht. "Die Menschen sind fast alle auf die Straße gerannt", berichteten Augenzeugen aus Lesbos im Fernsehen.

Die Erdstöße waren auch noch in der rund 330 Kilometer entfernten Stadt Istanbul zu spüren. Ein Reporter der Nachrichtenagentur DHA in Izmir berichtete, Menschen seien in Panik auf die Straße gerannt, manche seien in Tränen ausgebrochen. Über Schäden war zunächst nichts bekannt.