Staatsanwaltschaft prüft Straches Spesenabrechnungen. Neben der Wiener FPÖ überprüft auch die Staatsanwaltschaft Wien die Spesenabrechnungen von Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache. Wie Behördensprecherin Nina Bussek auf Anfrage mitteilte, ist bereits ein Ermittlungsverfahren anhängig. Ob Strache als Beschuldigter geführt wird und ob es darüber hinaus weitere Verdächtige gibt, gab Bussek aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 23. September 2019 (15:41)
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Strache soll private Rechnungen abgerechnet haben

Auf die Frage, in welche Richtung ermittelt wird, meinte die Behördensprecherin: "Rechtlich wäre das allenfalls unter Untreue zu subsumieren."

Zuvor hatte die Wiener FPÖ angebliche Unregelmäßigkeiten bei Straches Spesenabrechnungen bestätigt. Es finde - ausgehend von Medienberichten - derzeit eine Sonderprüfung statt , sagte Landesparteisekretär Michael Stumpf. Diesen Berichten zufolge hatte der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp am Vorabend des Parteitags am 14. September, bei dem Norbert Hofer zum Bundesobmann gewählt wurde, zu einer Sondersitzung des aus rund 15 Personen bestehenden Landesparteivorstandes geladen. Anlass war die Befürchtung, Gerüchte über angebliche falsche Spesenabrechnungen Straches könnten an die Öffentlichkeit gelangen.

Straches üppiger privater Lebensstil war in der Vergangenheit immer wieder Thema unter Insidern. Nach Infos von "Heute" soll Strache als Wiener FPÖ-Chef bis zu seinem Ausscheiden aus der Politik über ein eigenes Spesenkonto von der Landespartei verfügt haben, das mit bis zu 10.000 Euro monatlich dotiert war. Im Zeitraum von 2014 bis 2018 soll Strache dennoch private Rechnungen über die Partei abgerechnet haben. Laut "oe24.at" sollen Rechnungen für private Kleidung auf Rechnungen für Restaurant-Besuche umgeschrieben worden sein.