Neue 100- und 200-Euro-Scheine im Einsatz. Seit heute gibt es in den 19 Mitgliedstaaten der Eurozone neue 100- und 200-Euro-Scheine. Um den Fälschungsschutz zu erhöhen, seien nun auch diese Noten auf den neuesten Stand der Sicherheitstechnologie gebracht worden, betont die OeNB. Die alten Banknoten sind aber auch noch einige Jahre lang in Umlauf. Danach können sie zeitlich unbefristet bei der Nationalbank (OeNB) umgetauscht werden.

Von APA Red. Erstellt am 28. Mai 2019 (12:34)
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Die neuen Banknoten gehen in Umlauf

"Es wird so sein, dass die neuen und alten Scheine bis weit in die 2020er-Jahre hinein parallel laufen", sagte OeNB-Sprecher Christian Gutlederer am Dienstag zur APA. Die alten Noten werden Schritt für Schritt aus dem Verkehr gezogen. Die Europäische Zentralbank (EZB) bzw. die Nationalbank werde die Bevölkerung dann rechtzeitig, "mindestens ein Jahr davor", informieren, wann genau die Banknoten ihre Gültigkeit in den Geschäften verlieren.

Bei der Nationalbank können die alten Scheine dann aber immer noch zeitlich unbefristet in einem Wertkuvert zum Umtausch eingeschickt werden. Zusätzlich tourt der "Eurobus" der Nationalbank durch Österreich und macht einmal jährlich in 50 Städten ein bis zwei Tage lang Station und nimmt altes Geld entgegen, auch noch Schillinge.

Die Bankomaten spucken beim Geldabheben nicht zwingend sofort neue Hunderter und Zweihunderter aus - die Notenbanken bringen die Scheine ab heute nach und nach in Umlauf.

Mit der Neuauflage der 100- und 200-Euro-Scheine, die noch gefinkeltere Sicherheitsmerkmale aufweisen als die bisherigen, soll Geldfälschern das Handwerk erschwert werden. Schwierig zu kopieren ist etwa die sogenannte Smaragdzahl, auf der sich beim Kippen ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Bei den neuen Scheinen aus der sogenannten Europa-Serie (benannt nach der griechischen Mythengestalt Europa) sind zudem in der Wertzahl Euro-Symbole zu erkennen. Die Farben des grünen 100-Euro-Scheins und des gelben 200-Euro-Scheins sind auch kräftiger als bisher.

Europaweit ist der Euro für rund 340 Millionen Menschen offizielles Zahlungsmittel. Insgesamt wurden nun laut OeNB rund 2,3 Milliarden neue 100-Euro-Banknoten sowie 700 Millionen neue 200-Euro-Banknoten - u. a. auch in Österreich - produziert. "Jetzt machen wir das Bargeld noch sicherer, das noch über viele Jahre einen hohen Stellenwert haben wird", so der OeNB-Sprecher. Die neuen 5-,10-, 20- und 50-Euro-Banknoten aus der Europa-Serie wurden bereits eingeführt. Den Anfang machte der Fünfer ab dem 2. Mai 2013. Einen neuen Fünfhunderter wird es nicht geben. Seit Ende April ist die lilafarbene Banknote bei der OeNB nicht mehr zu haben. Die noch in Umlauf befindlichen Scheine bleiben unbegrenzt umtauschbar.

Um das Aussehen der neuen Scheine vor Augen zu führen, hat die OeNB - zusätzlich zu einem vielfältigen Online-Angebot - Broschüren und Plakate an Behörden, Ämter und Schulen verschickt. Weiters startet sie eine "Euro-Shop-Tour". Dabei besuchen 25 Teams Einkaufszentren in ganz Österreich und machen die Handelsangestellten vor Ort mit den neuen Banknoten vertraut. Auch der Euro-Bus der OeNB macht ab heute an bundesweit 36 Stationen Halt, wo sich die Österreicher die neuen Scheine genauer ansehen können.