Hirscher schließt Start in Levi nicht aus. Ski-Star Marcel Hirscher befindet sich derzeit auf dem beschwerlichen Weg zurück. Spätestens im Jänner wolle er sich wieder seiner Topform angenähert haben, erklärte der Salzburger am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Die Rückkehr in den Alpin-Weltcup könnte aber schon im November erfolgen. "Wenn es ein kleines Wunder gibt, dann Levi. Aber wir reden da von mitfahren", sagte Hirscher.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 28. September 2017 (15:53)
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Marcel Hirscher auf dem Weg zurück

In dem finnischen Ski-Resort geht es am 12. November erstmals im Weltcup-Winter um Slalom-Punkte. Auf den Sieg werde er dort, falls er überhaupt antritt, keine Chancen haben, meinte Hirscher. An einen Start beim Weltcup-Auftakt am 29. Oktober beim Riesentorlauf in Sölden sei indes nicht zu denken, stellte der sechsfache Gesamtweltcup-Sieger klar. Nach Abnahme des Gipsverbandes an seinem linken Bein sei er mit dem Heilungsverlauf aktuell zufrieden. "Es ist ziemlich gut. Es passt", sagte Hirscher.

Hirscher kann sich einen Verzicht auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang vorstellen, sollte sich der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel in den kommenden Monaten zuspitzen. "Da bleibe ich lieber zu Hause, weil das Leben ist mehr als vielleicht eine Medaille, die dann sehr sauer schmeckt oder bitter", meinte der Salzburger am Donnerstag.

Der Deutsche Felix Neureuther hatte sich zuvor ähnlich geäußert. "Wenn sich die Lage verschärfen würde, bin ich komplett beim Felix. Also ich würde dann genauso sagen, diese Chance, eine Medaille zu machen, ist es mir nicht wert", sagte Hirscher auf einer Pressekonferenz in Wien. "Sollte man eine Medaille gewinnen und in der glücklichen Lage sein, würde es jetzt nicht mein Leben verändern. Mein Leben werden andere Dinge verändern."

Hirscher warf allerdings ein, dass eine Ferndiagnose immer schwierig sei. "Es ist immer ganz schwer zu beurteilen. Wie viel wissen wir tatsächlich? Was ist die Wahrheit?", betonte er. Die Winterspiele sollen vom 9. bis zum 25. Februar 2018 im südkoreanischen Pyeongchang stattfinden. Zum Nachbarstaat Nordkorea, das mit Raketen- und Atomtests provoziert, sind es weniger als 100 Kilometer.

Neureuther hatte vor einer Woche gemeint, es sei für ihn "extrem schade, dass das Thema eigentlich ziemlich runtergespielt wird, als ob nichts sei". Der 33-Jährige, der demnächst zum ersten Mal Vater wird, kritisierte das Internationale Olympische Komitee (IOC) und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für ihre eher defensive Haltung in der Angelegenheit.