USA-Russland-Konflikt verschärft sich. Der Konflikt zwischen den USA und Russland hat sich am Freitag deutlich verschärft. Nachdem der US-Senat neue Russland-Sanktionen beschlossen hat, reagierte Moskau umgehend mit der Ankündigung, die Zahl amerikanischer Diplomaten in Russland zu reduzieren. Der US-Senat hatte nahezu einstimmig neue Sanktionen gegen Russland gebilligt, die nun Präsident Donald Trump zur Unterschrift vorgelegt werden.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 28. Juli 2017 (11:56)
Sanktionen könnten das Verhältnis der beiden belasten
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98 der 100 Senatoren stimmten am Donnerstag für die Maßnahmen, die auch Sanktionen gegen den Iran und Nordkorea vorsehen. Das Repräsentantenhaus hatte die Strafmaßnahmen bereits am Dienstag gebilligt. Hintergrund der Sanktionen sind die Annexion der Krim sowie die mutmaßlichen russischen Hackerangriffe während des US-Wahlkampfs im vergangenen Jahr.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte in einer ersten Reaktion die US-Sanktionen empört zurückgewiesen und gemeint, Moskau werde früher oder später auf diese "Frechheit" reagieren. Die russische Seite forderte nun von den USA, ihr diplomatisches Personal ab 1. September zu reduzieren. Die Vergeltungsmaßnahme wurde vom russischen Außenministerium verkündet.

Gegen die US-Sanktionen hatte sich im Vorfeld auch die EU ausgesprochen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte sogar erklärt, die Europäer könnten dann geeignete Maßnahmen treffen.