Bayern nach "gut tuender" Pause ab Dienstag im Training. Zwei Wochen ohne Spiel. Das kurze Durchatmen rund um Weihnachten kosten nicht nur die in diesem verflixten Corona-Jahr arg strapazierten Fußball-Profis des FC Bayern aus, sondern auch ihr Chef. "Die Pause tut uns gut", bekannte Hansi Flick zum Ende des Münchner Fünf-Titel-Jahres. Der Coach des Tabellenführers gab aber auch zu: "Als Trainer ist man auch in der freien Zeit mit den Gedanken beim Fußball." Schon am Dienstag geht an der Säbener Straße das Training wieder los.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 27. Dezember 2020 (13:50)
Hansi Flick will auch 2021 wieder ordentlich jubeln
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Am kommenden Sonntag geht es für den Bundesliga-Serienmeister mit ÖFB-Star David Alaba mit dem Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten Mainz 05 weiter. Im Jänner stehen gleich wieder sieben Partien an. Auf maximal 35 könnte sich das Mammutprogramm in allen Wettbewerben bis zum Champions-League-Finale am 29. Mai in Istanbul summieren - sofern die Coronavirus-Pandemie alles zulässt.

Flick geht als Mann des Jahres in die Fußball-Historie 2020 ein, auch wenn er bei der FIFA-Wahl zum Welttrainer des Jahres zur Überraschung vieler nur Platz zwei hinter Liverpools Jürgen Klopp belegte. "Besser geht es ja nicht mehr", bemerkte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge.

"Phänomenal" nennt Thomas Müller die Entwicklung unter dem Nachfolger von Niko Kovac. "Wir kamen vom Gefühl her von relativ weit unten im Herbst 2019. Dann haben wir einen Lauf hingelegt, der sensationell ist", erinnerte der 31-jährige Angreifer. 42 von 48 Pflichtspielen hat das von Flick umstrukturierte Bayern-Team in diesem Jahr gewonnen und lediglich ein einziges verloren - Ende September in der Liga mit 1:4 bei Hoffenheim.

Ans Zurücklehnen denkt aber keiner. Der 55-jährige Flick bemüht einen "schönen Spruch", den er immer wieder aufsagt: "Erfolg ist nur gemietet - und die Miete ist jeden Tag fällig." Alle fünf Trophäen - von der Meisterschale bis zum Henkelpott der "Königsklasse" - stehen 2021 zur Verteidigung an. "Wir sind immer noch im Siegermodus", sagte Weltfußballer Robert Lewandowski: "Wir schauen auf das, was wir noch gewinnen können, und nicht auf das, was wir gewonnen haben."

Gleich im Februar winkt in Katar bei der Club-WM der nächste Titel. "Diese Chance wollen wir wahrnehmen", kündigte Kapitän Manuel Neuer an. Der Nationaltorhüter erhebt das aktuelle Bayern-Ensemble über die Triple-Generation von 2013. "Ich habe so einen Zusammenhalt noch nie erlebt, und ich bin bereits eine ganze Weile im Fußball tätig", äußerte der 34-Jährige.

Der Meister der vergangenen acht Bundesliga-Spielzeiten geht mit 30 Punkten als Nummer eins vor Bayer Leverkusen und RB Leipzig (beide 28) in die restlichen 21 Liga-Runden. Flick nimmt es sportlich: "Die Tabelle ist sehr eng. Danach haben sich doch alle gesehnt." Viel Arbeit wartet neben den Spielern und Trainern auch auf die Münchner Bosse. Sie müssen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit Einnahmeausfällen kostspielige Personalien lösen. Beim Defensiv-Trio Alaba (28), Jerome Boateng (32) und Javi Martinez (32) laufen die Verträge aus, ihre ablösefreien Abschiede stehen im Raum.