Bundesliga-Hit LASK-Salzburg - Auch WAC will nachlegen. Es ist das beste, was Österreichs Fußball-Bundesliga derzeit zu bieten hat. Die achte Runde wartet am Sonntag (17.00) mit dem Schlager LASK - Salzburg auf, der ganz im Zeichen der erfolgreichen Europacupauftritte steht.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 20. September 2019 (16:51)
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LASK-Trainer Valerien Ismael

Auch der WAC will die Euphorie nach dem 4:0-Sieg bei Mönchengladbach in die Liga mitnehmen und gastiert in Hartberg. Die kriselnde Austria muss gegen Altach unbedingt punkten.

Just "Bullen"-Shooting-Star Erling Haaland könnte im Duell zwischen Vizemeister und Meister aber fehlen - er musste im Freitagtraining mit einer fiebrigen Verkühlung passen. "Es ist aber nicht so schlimm, ich hoffe, dass es sich für Sonntag ausgeht", meinte dazu Trainer Jesse Marsch, der mit seinem neuen Team den zehnten Sieg im zehnten Spiel anvisiert.

Marsch machte sich um seine Offensive keine Sorgen. "Wir haben vorne so viele Optionen, so viel Talent", meinte er und kündigte "ein bisschen Rotation" an. Schließlich ist der Serienchampion schon am Mittwoch wieder in der zweiten Cuprunde bei Rapid gefordert. "Der LASK hat ja schon letztes Jahr hervorragend gespielt und war unser schärfster Konkurrent. Das wird wohl auch in dieser Saison so sein." Marsch warnte nicht zuletzt vor Standards der Linzer. "Das ist gegen den LASK vielleicht das wichtigste Thema."

"Salzburg ist ein großer Gegner, aber durch den Sieg haben wir Selbstvertrauen getankt und alle Energie für das Spiel freigesetzt", meinte LASK-Coach Valerien Ismael am Tag nach dem 1:0 gegen Trondheim zum Auftakt der Europa League. "Das wird ein großer Fight, ein extrem intensives Spiel. Wir sind bereit. Wir wollen zeigen, dass wenn eine Mannschaft in der Lage ist, Paroli zu bieten, dass wir es sind", erklärte der Franzose, der im Vergleich zum Europacup wieder auf Kapitän Gernot Trauner zurückgreifen kann.

Europacup-Helden gastieren am Sonntag auch in der Profertil Arena zu Hartberg. Der WAC ist nach dem Sensationssieg in der Europa League über Borussia Mönchengladbach "on fire", wie Trainer Gerhard Struber meinte. Hartberg erwartet die Kärntner ausgeruht, Coach Markus Schopp versprach: "Der WAC wird am Sonntag sicher nicht einen Meter weniger rennen müssen als gestern."

Leicht wird es für die Oststeirer nicht, ihre fünf Heimspiele währende Ungeschlagen-Serie zu verlängern. "Wir wissen, was da auf uns zukommt. Der WAC möchte immer aktiv sein und dem Gegner sein Spiel aufzwingen. Sich dem zu entziehen geht nicht", sagte Schopp. Seine Mannschaft soll mit Vollbetrieb dagegenhalten. "Damit der WAC in seinen Belastungen nie einen Reserveschalter findet."

Der WAC hat eine fünf Pflichtspiele andauernde Siegesserie zu verteidigen. Regeneration war vorerst "das Gebot der Stunde", wie Struber noch in Gladbach meinte. "Jetzt kommt Hartberg, da wollen wir uns richtig vorbereiten. Das ist ein Gegner, der richtig gut ist." Zu lange gefeiert soll die Mannschaft nicht haben. "Das Gute ist, dass ich Profis habe, die wissen was zu tun ist, um am Sonntag wieder ein Spiel zu bestreiten", meinte Struber.

Christian Ilzer genießt noch das Vertrauen der Chefetage von Fußball-Bundesligist Austria Wien. Damit das auch so bleibt, muss der zu Saisonbeginn vom WAC gekommene Coach aber wohl am Sonntag (14.30) im Heimspiel gegen Altach den zweiten Saisonsieg einfahren. Mit fünf Punkten aus sieben Spielen sind die Wiener nur Zehnter, zwei Zähler hinter den achtplatzierten Vorarlbergern.

"Natürlich haben wir einiges vor. Am Sonntag geht es darum, dass wir endlich auch zu Hause ein positives Resultat holen und mit mehr als fünf Punkten in der Tabelle dastehen", forderte Ilzer Punktezuwachs. Der 41-Jährige konnte bisher nur beim 5:1 in Mattersburg am 11. August über einen Sieg jubeln. Trotzdem bekam er zuletzt von Sport-Vorstand Peter Stöger einmal mehr verbale Rückendeckung.ance bekommen. "Dass Altach absolut Qualität hat, weiß jeder. Sie sind spielstark, haben qualitativ gute Einzelspieler, eine Durchschnittsleistung wird sicher nicht reichen", war sich Ilzer bewusst.

Die Vorarlberger, die vergangene Saison beide Duelle mit der Austria für sich entschieden, wollen sich vor allem auf die eigenen Stärken besinnen. "Wir legen den Fokus nicht auf die sportliche Situation der Austria. Natürlich kennen wir ihre Stärken und Schwächen, wissen wie wir es angehen müssen, trotzdem wollen wir uns auf uns selber konzentrieren und unser eigenes Spiel durchziehen", erläuterte Coach Alex Pastoor.