Entscheidung um EL-Fixticket und Abstieg aus Bundesliga. Das Abschluss-Wochenende der heimischen Bundesliga bietet noch einige Spannungsmomente. So fällt am Samstag im unteren Playoff im Fernduell zwischen Aufsteiger Hartberg und Wacker Innsbruck die Entscheidung über den Absteiger. Am Sonntag geht es dann in der Meistergruppe zwischen dem WAC, der Wiener Austria und Sturm Graz um die Aufteilung der Startplätze in der Europa League und im Playoff.

Von APA Red. Erstellt am 24. Mai 2019 (23:30)
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WAC gegen Sturm ist eine der Schlüsselpartien

Am Samstag kurz vor 19.00 Uhr wird man wissen, welches Team den Gang in die 2. Liga antreten muss. Denn um 17.00 Uhr werden die Partien Innsbruck gegen Mattersburg und Hartberg gegen Admira angepfiffen. Dabei müssen die Tiroler zwei Punkte auf die Oststeirer aufholen, wollen sie auch nächste Saison im Oberhaus antreten.

"Fakt ist, dass wir es nicht mehr in der Hand haben. Wir müssen aber unseren Beitrag leisten und darauf vertrauen, dass das Drehbuch für uns geschrieben ist", meinte Innsbrucks Trainer Thomas Grumser. Christopher Knett beschwor den Zusammenhalt: "Wir haben das schon angesprochen, dass wir noch einmal zusammenrücken müssen", sagte der Tormann der Innsbrucker.

Der TSV Hartberg hat hingegen sein Schicksal im Kampf gegen den Abstieg in eigener Hand. Denn mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt fix. "Wir werden noch einmal alles raushauen", versprach Trainer Markus Schopp. Das dritte Spiel der sogenannten Qualifikationsgruppe zwischen Rapid und Altach ist quasi bedeutungslos.

Ums Eingemachte geht es dann am Sonntag (ab 17.00 Uhr) in Sachen internationale Startplätze. Denn der Dritte der Meistergruppe erhält einen fixen Gruppenplatz in der Europa League, der Vierte tritt in der Qualifikation für diesen Bewerb an, während es der Fünfte in zwei Playoff-Spielen mit Rapid oder Mattersburg zu tun bekommen wird.

Rein platzierungstechnisch hat dabei der WAC die besten Karten. Mit einem Heimsieg gegen Sturm Graz wäre Platz drei und damit die Gruppenphase der Europa League gesichert, was ein absoluter Höhepunkt in der Clubgeschichte wäre. Gefahr droht den Kärntnern nur noch von der Austria, die einen Punkt dahinter lauert und beim LASK gastiert. Selbst ein Remis würde dem WAC reichen, falls die Austria beim LASK nicht gewinnt. Verliert Violett in Pasching, wären den "Wölfen" sogar mit einer Niederlage zumindest sechs EL-Gruppenspiele sicher.

Sturm-Coach Roman Mählich gab sich vor dem "Pack-Derby" hoffnungsfroh. "Ich glaube noch an die Chance von Platz vier. Ich bin optimistisch", sagte der 47-Jährige, dessen Truppe zuletzt zwei Niederlagen gegen Salzburg und die Austria kassierte und so auch die Möglichkeit auf Platz drei verspielte. Auf diesen wiederum spitzt neben dem WAC die Austria. "Wir spielen voll auf Sieg", sagte Austria-Coach Robert Ibertsberger. In diesem Fall müsste man dann hoffen, dass der WAC gegen Sturm nicht gewinnt.

Sportlich bedeutungslos ist das Sonntags-Spiel zwischen Salzburg und St. Pölten. Für die "Bullen" geht es einzig und allein darum, die Meisterparty mit Stil zu begehen. Es gilt, die Heimserien von 63 Pflicht- und 43 Ligaspielen ohne Niederlage auszubauen - und den in zwei Jahren zu Hause ungeschlagenen Erfolgstrainer Marco Rose gebührend nach Mönchengladbach zu verabschieden. Die Gäste aus Niederösterreich wiederum haben als sicherer Sechster keinerlei Chance auf einen internationalen Startplatz.