Kärnten-Derby in Wolfsberg: Austria empfängt Ried

In der zwölften Runde der heimischen Fußball-Bundesliga kommt es am Samstag in Wolfsberg zum Kärntner Derby. Der Tabellen-Dritte WAC empfängt den Vierten, die Austria aus Klagenfurt (17.00 Uhr). Das erste Derby zu Saisonbeginn hatte ein 1:1 gezeitigt. Ebenfalls am Samstag empfängt die mit finanziellen Problemen kämpfende Wiener Austria die SV Ried, auch hier geht es um den Kampf um die Plätze in der oberen Tabellenhälfte. Die WSG Tirol gastiert indes bei der Admira.

Erstellt am 22. Oktober 2021 | 16:03
Ein sicherlich umkämpftes Kärntner Derby wartet
Ein sicherlich umkämpftes Kärntner Derby wartet
Foto: APA/GERT EGGENBERGER

Drei Siege hintereinander hat der WAC unter Robin Dutt noch nicht geschafft. Am Samstag winkt den Wolfsbergern diese Premiere - bei erfolgreicher Arbeit im Kärntner-Heim-Derby. Die Gäste aus Klagenfurt treten ersatzgeschwächt an. Die jüngsten zwei Ausschlüsse von Turgay Gemicibasi und Thorsten Mahrer zwingen Coach Peter Pacult wieder einmal, seine Startformation zu verändern. Obendrein haben die Klagenfurter eine lange Verletztenliste.

WAC-Trainer Robin Dutt lässt dies nicht als Vorteil gelten. "Das mit ersatzgeschwächt ist ein großer Trugschluss. Ihnen fehlen Spieler, aber sie scheinen einen sehr ausgeglichenen Kader zu haben", sagte Dutt zuletzt der "Kleinen Zeitung". "Ich erhoffe mir 0,0 Vorteil, weil der eine oder andere Spieler fehlt." Ab Rang drei sind die Plätze heiß umkämpft und liegen punktemäßig eng beisammen."Es ist momentan kein Zuckerschlecken, in dieser Liga drei Punkte zu holen", so Dutt.

Die Wiener Austria hofft unterdessen auf den ersten Heimsieg in dieser Saison. Gegen Ried ist laut "Veilchen"-Trainer Manfred Schmid "noch eine Rechnung offen". 1:2 unterlagen die Wiener zum Saisonauftakt, zum Start der Rückrunde gastieren die Innviertler nun in Favoriten. Dort hat die Austria in fünf Heimspielen in dieser Saison fünfmal Remis gespielt. Die Tabellenlage sieht die Rieder im Vorteil. Als Fünfter liegen die Oberösterreicher im dichten Tabellenmittelfeld jedoch nur einen Zähler vor den neuntplatzierten Violetten.

"Es ist ein sehr wichtiges Spiel für beide Mannschaften. Wir wissen, welche Sprünge in der Tabelle mit Siegen in den nächsten Wochen möglich sind", meinte Schmid am Freitag. Nach Ried wartet auswärts die WSG Tirol, ehe mit Meister Salzburg ein wohl übermächtiger Gegner ansteht. Rieds Interimstrainer Christian Heinle sah die Austria im Vergleich zum ersten Duell verbessert. Man wolle aber auch selbst "in Wien den nächsten Schritt machen, um etwas Zählbares mitzunehmen", meinte der Vertreter des erkrankten Andreas Heraf.

Die WSG Tirol will in der Liga mit Beginn der Rückrunde neu durchstarten. Vor dem Gastspiel bei der Admira erinnerte Trainer Thomas Silberberger noch einmal an das 1:1 zu Saisonstart, als der Ausgleich für die Südstädter tief in der Nachspielzeit fiel. "Das war ein Spiegelbild der ganzen Hinrunde. Wir haben zu viele Punkte hergeschenkt. Jetzt beginnt ein neues Kapitel", sagte Silberberger. Die Wattener erlebten bisher eine wenig erbauliche Saison. Nur ein Sieg in elf Runden steht zu Buche. Immerhin: Mit neun Zählern hat die WSG nur sechs weniger als der Dritte Wolfsberg.

Für Admira-Coach Andreas Herzog zählen gegen das Schlusslicht ebenfalls nur drei Zähler. In der Offensive plagen Herzog jedoch Personalsorgen, seine Zuversicht ist aber ungebrochen. "Wir haben uns in den letzten Wochen dahin entwickelt, dass wir jedes Spiel gewinnen können", meinte Österreichs Rekord-Internationaler. Für ihn als Trainer sei es schön zu sehen, "dass die Mannschaft den Glauben an sich zurückgewonnen hat", betonte Herzog zuletzt. Die WSG sei nun ein harter Kontrahent. "Die Tiroler sind sicherlich besser, als ihr aktueller Tabellenplatz hergibt. Es wird keine einfache Partie."