Russland kämpft beim Confed-Cup gegen vorzeitiges Aus. Gastgeber Russland kämpft beim Confederations Cup gegen das vorzeitige Aus. Die Mannschaft von Trainer Stanislaw Tschertschessow braucht am Samstag gegen Mexiko (17.00 Uhr) einen Sieg, um sicher im Halbfinale der WM-Generalprobe zu stehen. Bei einem Remis ist die Hilfe von Neuseeland gegen Portugal erforderlich, bei einer Niederlage ist das Heimturnier für die Sbornaja fix vorbei.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 23. Juni 2017 (11:27)
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Die Sbornaja überzeugte bisher nicht restlos

Weltmeister Deutschland reicht am Sonntag schon ein Unentschieden gegen Kamerun (17.00 Uhr), um den Sprung in die Vorschlussrunde zu finalisieren. Mit einem hohen Sieg ist für das junge Perspektivteam von Joachim Löw noch Platz eins in der Gruppe möglich. Chile hat aktuell das um ein Tor bessere Torverhältnis als Deutschland vorzuweisen. Die Südamerikaner treten gegen Australien ebenfalls als klarer Favorit an.

Für Tschertschessow wurde der Wind nach der Niederlage gegen Europameister Portugal (0:1) wieder rauer. Vor allem die defensive Start-Aufstellung stieß Kommentatoren bitter auf. Der ehemalige Innsbruck-Trainer gab sich unbeeindruckt, richtete den Blick nach vorne und sprach von einem "Finale" gegen Mexiko. "Es gibt nichts Besseres, als wenn etwas von einem selbst abhängt", sagte Tschertschessow. "Wir wissen, was zu tun ist."

Den in der Tabelle voran liegenden Mexikanern reicht in Kasan ein Unentschieden. Vor dem Parallelspiel in St. Petersburg zweifelt indes kaum jemand daran, dass Portugal gegen die punktlosen Neuseeländer besteht. Die "All Whites" hoffen gegen Cristiano Ronaldo und Co. auf den Lerneffekt. "Wir haben selten die Chance, gegen solche Gegner zu spielen", meinte Teamchef Anthony Hudson.

Die nächsten Pflichtspiel-Ansetzungen macht die große Diskrepanz für Neuseelands Nationalteam deutlich. Im Kontinental-Play-off der WM-Qualifikation geht es Anfang September gegen die Salomonen, die Nummer 180 der FIFA-Weltrangliste.

Joachim Löw sitzt unterdessen gegen Kamerun zum 150. Mal als Bundestrainer auf der Bank. Zum Jubiläum könnte der 57-Jährige seinen 100. Sieg feiern, den er beim 1:1 gegen Chile noch verpasst hatte. Die 100-Sieg-Marke hat noch kein Nationaltrainer in der DFB-Historie erreicht.

"Es wäre für uns schon erstrebenswert, diese Gruppe zu gewinnen. Wir spielen in jedem Spiel auf Sieg", sagte Löw vor dem Duell mit dem Afrika-Meister. Als Erster könnte Deutschland in Sotschi bleiben. Löw kündigte außerdem Umstellungen an. Kamerun hat wie Australien noch die kleine Chance auf den Einzug ins Halbfinale, die beiden Außenseiter sind allerdings auf klare Siege angewiesen.