Salzburg hat beim WAC ersten "Matchball". Red Bull Salzburg kann am Sonntag (14.30 Uhr) mit einem Auswärtssieg beim WAC die sechste Fußball-Meisterschaft in Folge fixieren. Auch weniger könnte bereits reichen, da der LASK bei Sturm (17.00 Uhr) mehr Punkte holen muss als Salzburg. Für den LASK geht es ohnehin mehr darum, die Grazer auf Distanz zu halten. Im dritten Spiel tritt Tabellenschlusslicht Austria Wien in St. Pölten an (14.30 Uhr).

Von Redaktion, APA. Erstellt am 26. April 2019 (15:44)
WAC kann Salzburg unfreiwillig zum Meister machen
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Salzburg, das bei Punktegleichheit mit dem LASK aufgrund der durchgeführten Abrundung der Punktezahl nach dem Grunddurchgang fix Erster wäre, will sich auf Schützenhilfe aber nicht verlassen. "Wir haben das Szenario im Hinterkopf. Unser klares Ziel sind die drei Punkte, um es zu Ende zu bringen. Wir werden alle Kraft einsetzen, um zu gewinnen", verlautete Salzburg-Trainer Marco Rose. Vorkehrungen für erste Feierlichkeiten auf dem Platz wurden getroffen. "Wenn nichts da ist zu feiern, wäre ich auch sauer", sagte Salzburgs-Trainer.

Sturm Graz nimmt am Sonntag den zweiten Sieg gegen den LASK innerhalb weniger Tage ins Visier. Sollte dieses Kunststück gelingen, wäre plötzlich auch wieder der Vizemeistertitel zumindest in Sichtweite, würde man den leicht schwächelnden zweitplatzierten Oberösterreichern doch vier Runden vor Ende der Meistergruppe bis auf vier Punkte nahe rücken. Die Stimmung bei den Grazern ist dank des 2:1 in Pasching am Mittwoch, das auf zwei Niederlagen gefolgt war, deutlich verbessert. "Es gibt aber keinen Grund zur Euphorie", betonte Trainer Roman Mählich. Für die Linzer lief es zuletzt weniger gut, sie sind seit dem 3:0 beim WAC am 31. März sieglos. Zwei Punkte aus vier folgenden Spielen war die Ausbeute.

Es ist ein violettes Deja-vu: Wie im Vorjahr klammert sich die Austria nach einer verunglückten Saison auch heuer an die Hoffnung, sich im Finish steigern zu können. In der Bundesliga-Meistergruppe laufen die Wiener ihren Ansprüchen hinterher. Um die Wende doch noch zu schaffen, müssen in den letzten fünf Runden Siege her. Am Sonntag droht in St. Pölten im Falle einer Niederlage jedoch Ungemach. Die violette Gemütslage ist angespannt. Nach dem 2:2 gegen die Niederösterreicher am Mittwochabend gab es Fan-Proteste, Vorstand Markus Kraetschmer und Sportdirektor Ralf Muhr stellten sich wie einige Spieler der Diskussion mit der aufgebrachten Anhängerschaft. Nur ein Sieg in zehn Spielen im Frühjahr steht zu Buche.