Spanische Presse lobt Alaba als "Diebstahl des Jahrhunderts"

David Alaba ist nach seinem ersten Champions-League-Tor für Real Madrid gefeiert worden. Der Wiener bewies mit seinem Freistoßtreffer einmal mehr sein Standing in seinem neuen Team. Alaba musste beim 3:0 bei Sheriff Tiraspol allerdings wegen einer leichten Knieblessur vorzeitig vom Platz. Real-Trainer Carlo Ancelotti hofft, dass ihm sein Schlüsselspieler bereits am Sonntag (21.00 Uhr/live DAZN) im Fußball-Ligaschlager gegen den FC Sevilla wieder zur Verfügung steht.

Erstellt am 25. November 2021 | 11:56
David Alaba erzielte sein Debüt-Tor für Real in der Champions League
David Alaba erzielte sein Debüt-Tor für Real in der Champions League
Foto: APA/AFP

Auf Real warten zwei Wochen mit drei Topspielen in der Liga und dem Duell um den Champions-League-Gruppensieg mit Inter Mailand am 7. Dezember. Dass Alabas linkes Knie Probleme macht, kommt da zur Unzeit. Die erste Diagnose ergab eine leichte Verstauchung. Weitere Tests am Donnerstag oder Freitag sollten klären, ob auch eine Entzündung vorliegt. "Es schaut nicht so schlimm aus", beruhigte Ancelotti.

Auch Alaba wollte sich die Freude über seinen zweiten Treffer im Real-Dress, der auch den Weg zum Achtelfinal-Einzug ebnete, nicht trüben lassen. "Spezieller Bewerb, spezielles Tor", schrieb der 29-Jährige nach dem von der Mauer abgefälschten Schuss auf Spanisch in seinem Twitter-Account. "Wow, was für eine schöne Nacht!"

Die spanische Presse stimmte Lobeshymnen auf Alaba an. "Er wächst weiterhin im Team, sowohl in der Abwehr als auch in der Hierarchie", schrieb die Sportzeitung "Marca". Freistöße auf der halbrechten Seite seien mittlerweile für den linksfüßigen Innenverteidiger reserviert - auch das würde sein Standing im Team unterstreichen. "Und Real verpflichtete ihn, ohne eine Ablöse an Bayern zu bezahlen - der Diebstahl des Jahrhunderts."

Alaba ist der erste Real-Verteidiger seit Roberto Carlos im Februar 2004, dem ein direktes Freistoßtor in der Königsklasse gelang. Durch den Abgang von Cristiano Ronaldo vor drei Jahren sei Reals "Punch" bei Freistößen radikal beschädigt worden, monierte die "Marca". In der Champions League traf seither nur Isco im September 2018 aus einem ruhenden Ball außerhalb des Sechzehners. Alaba soll - neben all seinen anderen Qualitäten - Abhilfe schaffen.