Trimmel kam mit viel Selbstvertrauen zum ÖFB-Team. Christopher Trimmel aus Mannersdorf (Bezirk Oberpullendorf) ist mit einer großen Portion Selbstvertrauen zum österreichischen Fußball-Nationalteam angereist. Der Mittelburgenländer feierte am Freitag mit Union Berlin einen 4:0-Heimsieg über Mainz, brachte es dabei auf zwei Assists und wurde außerdem zuletzt von den Fans zum "Unioner des Jahres", also zum besten Spieler der vergangenen Saison, gewählt.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 05. Oktober 2020 (17:03)
Christopher Trimmel 
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"Das ist ein Zeichen, dass ich gute Arbeit abgeliefert habe", sagte der Burgenländer am Montag in Klagenfurt.

Seine beständigen Darbietungen machen Trimmel auch zu einem Anwärter auf einen Platz im EURO-Kader. "Doch da denke ich step by step. Das Wichtigste ist, dass ich bei Union meine Leistungen bringe", betonte der 33-Jährige.

Vorerst aber kann Trimmel seine Qualitäten im ÖFB-Team zeigen - aufgrund der angespannten Personalsituation darf sich der siebenfache Internationale Hoffnungen auf den einen oder anderen Einsatz in den bevorstehenden Partien gegen Griechenland, Nordirland und Rumänien machen. "Ich betrachte den Lehrgang als Riesenchance, damit der Trainer sieht, dass er sich auf mich verlassen kann", erklärte Trimmel.

Unbestrittene Nummer eins auf der Position des Rechtsverteidigers ist allerdings Stefan Lainer. Der Gladbach-Legionär fühlt sich bestens in Schuss. "Ich habe es gern, wenn ich viele Spiele habe. Es macht Spaß, wenn es gleich zur Sache geht. Wenn ich fit bleibe und alles okay ist, mache ich auch gerne drei Spiele", meinte der Salzburger.

Damit wäre sein Club-Trainer Marco Rose wohl nicht allzu glücklich, schließlich warten auf Gladbach nach der Länderspielpause sechs Partien innerhalb von drei Wochen. Dabei gibt Lainer unter anderem seine Champions-League-Premiere - Gruppengegner sind Real Madrid, Inter Mailand und Schachtar Donezk. "Mein Vater hat nie gegen Real gespielt, deswegen habe ich ihm bald etwas voraus", schmunzelte der 28-Jährige.

Leo Lainer wurde achtmal österreichischer Meister, fünfmal Cupsieger und spielte mit Rapid 1985 im Finale des Europacups der Cupsieger. Nicht nur bei der Anzahl der Titel, auch bei jener der Länderspiele hat der Senior (28) die Nase noch vor dem Filius, dessen 20 Einsätze aufgrund der vielen Ausfälle aber nur von sieben Kickern im derzeitigen Kader übertroffen wird.

Die mangelnde Team-Erfahrung vieler aktueller ÖFB-Internationaler muss laut Lainer jedoch kein Nachteil sein. "Es werden immer mehr wichtige Spieler, die fehlen. Aber daraus ergibt sich die Chance für andere, sich zu zeigen. Wir haben trotzdem eine gute Mannschaft, müssen jetzt noch enger zusammenrücken und als Kollektiv funktionieren", forderte der Außenbahnspieler.