LBL sucht Partner in den Gemeinden. Das Bündnis Liste Burgenland (LBL) sieht sich nicht als Partei im herkömmlichen Sinn. Für die heurige Kommunalwahl suche man Bürger, die "ohne Parteizwang" kandidieren wollen "mit der Unterstützung des Bündnis Liste Burgenland", sagte LBL-Obmann Manfred Kölly am Mittwoch in Eisenstadt.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 22. Februar 2017 (13:32)
NOEN, zVg
Manfred Kölly.

Man verstehe sich dabei "als Dachorganisation", angepeilt werden Kandidaturen in rund 50 Gemeinden, so Kölly. Die herkömmliche Parteienlandschaft im Burgenland gehöre "schon längst der Vergangenheit an", glaubt Kölly.

"Es gibt sehr viele Namenslisten", Menschen wollten sich in die Ortspolitik einbringen und mitgestalten. Ihnen wolle man zum Beispiel Seminare anbieten, wo über die neue Gemeindeordnung und die daraus entstehenden Rechte und Pflichten informiert wird.

Bündnis setzte Bezirkskoordinatoren ein

Wer unter das gemeinsame Dach schlüpfen will, dem biete man nicht nur ideelle, sondern auch finanzielle Unterstützung an. "Zwischen 30.000 und 40.000 Euro soll uns das wert sein", sagte der LBL-Obmann. Falls man es in Stichwahlen schaffe und es notwendig sei, dann würde er "sogar privates Geld" in die Hand nehmen, damit man etwas weiterbringen könne.

Unter dem Dach des von der LBL gemeinsam mit Namenslisten ins Leben gerufenen "Unabhängigen GemeindeVertreterForum" (UGF) seien bereits sechs Bürgermeister und rund 160 Gemeinderäte vertreten. Das Bündnis hat inzwischen Bezirkskoordinatoren eingesetzt. Was die Bezirkshauptstädte betrifft, werde man in Eisenstadt, Jennersdorf, Güssing, Mattersburg und Oberpullendorf kandidieren, meinte Kölly.

Kein Wertekonsens: "Jeder kann frei entscheiden"

Die Themenhoheit bleibe in den Ortsgruppen. Einen Wertekonsens, zu dem sich die teilnehmenden Listen bekennen müssen, gebe es "absolut nicht. Jeder kann frei entscheiden", stellte er fest. Die einzelnen Listen müssten nicht als LBL kandidieren. "Die werden sich aber schlussendlich am Ende des Tages dazu bekennen, dass sie unter dem Dach als Liste Burgenland angetreten sind".

Das Bündnis, derzeit mit Kölly und dem Bad Sauerbrunner Ortschef Gerhard Hutter im Landtag vertreten, wolle auch auf Landesebene stärker werden. Ziel sei es, wie auch bei den Grünen, den Klubstatus zu bekommen, sagte Kölly. Das sei aber "noch Zukunftsmusik".