Fünf Basketballspieler unter Wettbetrugsverdacht. Fünf Profi-Basketballer des UBSC Graz sind am Montag wegen des Verdachts des Wettbetrugs festgenommen worden. Die Spieler sollen ihre eigenen Partien geschoben haben, sagte Hansjörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, zur APA. Bei den Verdächtigen handelt es sich nicht um Österreicher, sondern um zwei US-Amerikaner und drei Männer aus Ex-Jugoslawien.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 27. Januar 2020 (20:53)
Festnahme von fünf Verdächtigen
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Die Verdächtigen sind laut Bacher wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr festgenommen worden. Erste Befragungen haben laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz auch schon stattgefunden, über den Inhalt der Einvernahmen werde vorerst noch nichts bekannt gegeben. Auch über welchen Zeitraum Spiele geschoben worden sein könnten, wurde vorerst nicht gesagt. Weitere Informationen würden frühestens am Dienstag bekannt gegeben.

Michael Fuchs, der General Manager des UBSC Graz, der in der Basketball Superliga (BSL) spielt, gab sich am Montagabend zugeknöpft. Er könne zu dem Fall aktuell nicht mehr sagen, erklärte der Funktionär auf APA-Anfrage und verwies auf eine Pressekonferenz des Vereins Dienstagvormittag in Graz. Dass es fünf Festnahmen gegeben habe, sei auch sein Wissensstand, so Fuchs. Der Einladung zur Pressekonferenz ist zu entnehmen: "UBSC Raiffeisen Graz ersetzt 5 Spieler wegen mutmaßlicher Spielmanipulation."

Die Liga äußerte sich durch Geschäftsführer Tomas Kanovsky: "Nachdem wir selbst erst heute von dem Sachverhalt erfahren haben, können wir aktuell zu dieser Causa noch überhaupt nichts sagen. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun und die Behörden dabei unterstützen, alles lückenlos aufzuklären."