Kollision zwischen Zug und Linienbus: Eine Tote. Eine Kollision zwischen einer S-Bahn der GKB und einem Linienbus der Graz Linien hat am Dienstag in der Früh ein Todesopfer und neun Verletzte gefordert.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 18. September 2018 (11:43)
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Ein Zug und ein Bus der Graz Linien stießen zusammen

Die 34-jährige Lenkerin des Busses kam ums Leben. Sieben Insassen des Busses wurden schwer und zwei leicht verletzt. Eine Hotline mit psychologisch geschulten Mitarbeitern wurde für Gespräche eingerichtet.

Laut Roten Kreuz waren alle Unglücksopfer Passagiere des Busses. Im Zug wurde demnach niemand verletzt. Dieser war laut GKB mit rund 70 Personen besetzt.

Nach der Kollision mit dem Linienbus sprangen alle Achsen der Garnitur aus den Gleisen. Die GKB teilte mit, dass eine Überprüfung ergeben habe, dass die Licht-Signalanlage funktionierte.

Neben den mehr als 65 Sanitätern und Ärzten waren auch drei Hubschrauber im Einsatz - zwei des ÖAMTC und einer des Innenministeriums. Sie landeten zum Ausfliegen der Verletzten auf dem Fußballplatz des Vereins LUV, der sich direkt neben dem Bahnübergang befindet.

Die Verletzten wurden laut Rotem Kreuz ins LKH sowie ins UKH Graz und ins Krankenhaus nach Wagna geflogen. Für die 34-jährige Buslenkerin allerdings gab es keine Rettung mehr. Die meisten Verletzten im Bus waren im vorderen Bereich gesessen oder gestanden.

Das Rote Kreuz hat noch am Vormittag eine Hotline eingerichtet, bei der Betroffene anrufen können, um das Erlebte in Gesprächen aufzuarbeiten. Die Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams sind unter der Nummer 14844 (Vorwahl nicht nötig) zu erreichen.

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) zeigte sich in einer ersten Reaktion erschüttert: "Es ist furchtbar, wenn so ein tragischer Unfall passiert. Spekulationen über die Hintergründe werde ich keine anstellen, denn als erstes gilt es, das tiefste Mitgefühl dem Gatten und den Angehörigen der tödlich verunglückten Buslenkerin auszusprechen. Wir hoffen und beten für jene, die schwer verletzt wurden. Mein Dank geht auch an die Einsatzorganisationen, die in bewährter Weise sehr rasch und effizient am Unfallort geholfen haben."

Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) drückte ebenfalls ihre Bestürzung aus: "Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Kolleginnen und Kollegen der verstorbenen Buslenkerin und unsere Gedanken und Hoffnungen sind bei den Verletzten." Holding-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Malik meinte zum tragischen Unfall: "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Graz Linien, wir alle bei der Holding Graz, trauern um eine engagierte, junge Frau, sind tief betroffen."

Von einem "schwarzen Tag" für den steirischen Verkehr sprach Landesrat Anton Lang (SPÖ): "Mein tiefstes Mitgefühl gilt nach dieser furchtbaren Katastrophe den Angehörigen der tödlich verunglückten Frau sowie den vielen Schwerverletzten. Es ist nur zu hoffen, dass es den Verletzten bald wieder besser geht. Mein Dank gilt auch den Einsatzkräften, die einmal mehr Großartiges geleistet haben, die Rettungskette hat einwandfrei funktioniert. Jetzt gilt es, die Unfallursache lückenlos aufzuklären".