Hamilton fuhr Trainingsbestzeit in Shanghai. Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat mit seiner Bestmarke im Freitagstraining von Shanghai untermauert, dass er unbedingt den ersten Sieg-Hattrick seiner Formel-1-Karriere schaffen will. Nach seinen Erfolgen in Malaysia und Bahrain kämpfte der Brite zum Auftakt in China zwar mit technischen Problemen, fuhr dann aber in der zweiten Session am Nachmittag mit 1:38,315 Minuten doch noch Tagesbestzeit.

Erstellt am 18. April 2014 (10:54)

Damit verwies Hamilton Ferrari-Star Fernando Alonso und den deutschen WM-Spitzenreiter Nico Rosberg im zweiten Mercedes auf die Plätze zwei und drei. Vor allem der Vergleich mit Mercedes-Teamgefährte Rosberg war für den aktuellen WM-Zweiten interessant, gelten die beiden doch auch im vierte Saisonrennen am Sonntag (Start 9.00 Uhr MEZ/live ORF eins) als haushohe Favoriten.

Titelverteidiger Sebastian Vettel kam im Red Bull erneut nur mäßig in Fahrt. Als Fünfter lag der deutsche Vierfach-Weltmeister bereits 0,7 Sekunden hinter Hamilton und war zudem in beiden Sessions langsamer als sein australischer Teamkollege Daniel Ricciardo. "Die Lücke ist groß", hatte Vettel schon vor den ersten Trainingskilometern mit Blick auf die zuletzt dominierenden "Silberpfeile" von Hamilton und Rosberg erklärt.

Alonso bereitete seinem neuen Teamchef Marco Mattiaci einen ordentlichen Einstand. Der Nachfolger des zurückgetretenen Stefano Domenicali durfte sich im ersten Training über Rang eins und später dann über Platz zwei durch den spanischen Vorjahressieger freuen. Durchaus möglich ist allerdings, dass die Scuderia Alonso mit einem leichten Auto auf die Strecke schickte, um für ein paar positive Nachrichten nach dem völlig verpatzten Saisonstart zu sorgen. Der Finne Kimi Räikkönen konnte indes im zweiten Ferrari wegen einer defekten Servolenkung am Vormittag keine gezeitete Runde drehen.

Mercedes-Mann Hamilton wurde zur gleichen Zeit von Problemen mit der Aufhängung seines Autos ausgebremst. Auch im zweiten Training meldete der Weltmeister von 2008 via Boxenfunk: "Irgendwas stimmt nicht mit dem Auto." Umso beeindruckender, dass der 29-Jährige, der vor dem vierten Saisonrennen elf Punkte Rückstand auf Rosberg hat, im elften Training dieser Saison schon zum fünften Mal zur Bestzeit raste.