Schilfbrand am Neusiedler See unter Kontrolle. An zwei Tagen hintereinander ist es am Schilfgürtel des Neusiedler Sees bei Illmitz zu einem Brand gekommen.

Von Birgit Böhm-Ritter und APA, Redaktion. Update am 04. April 2020 (16:07)

Wie die Feuerwehr Illmitz auf ihrer Website berichtete, brannte am Donnerstag bei ihrem Eintreffen nach Alarmierung ein Hochsitz und das umliegende Schilf, das vom Wind immer wieder entfacht wurde. Freitag loderten dann erneut die Flammen, kurz vor Mitternacht gab es noch kein "Brand aus".

Am Donnerstag konnte das Übergreifen auf in der nähe gelagerte Heu- und Strohballen verhindert werden. Der zwei Hektar große Schilfbrand wurde laut FF Illmitz nach drei Stunden abgelöscht.

Am Freitag brannte es schließlich erneut und im noch größerem Ausmaß, Flammen und Rauchwolken waren kilometerweit sichtbar. 

Black Hawks sollen Schilfbrand löschen

Black Hawks sind gelandet.
privat

45 Florianis der Feuerwehren Illmitz und Apetlon waren seit Freitagmittag durchgehend im Einsatz. Peter Kroiss, Sprecher der Feuerwehr Illmitz schilderte der BVZ Samstagfrüh die Situation am Seevorgelände:

„Etwa ein 500 bis 700 Meter langer Streifen Schilf brennt weiterhin. Zwei Black Hawk Hubschrauber des Österreichischen Bundesheeres werden nun Löschmaßnahmen aus der Luft durchführen.  Wasserbehälter werden dabei an einem Seil an den Hubschraubern befestigt. Die Feuerwehr befüllt die Behälter vom Land aus. Aus einer Höhe von circa 30 Metern soll dann das Wasser über dem Feuer abgelassen werden.

Die Brandursache sei bis dato nicht geklärt. Die Polizei führe Ermittlungen in allen Richtungen.

Brand unter Kontrolle

Der Schilfbrand war am Samstagnachmittag unter Kontrolle, berichteten Feuerwehr und Bundesheer. Zunächst hatte aufkommender Wind Glutnester immer wieder angefacht. Jedoch zeigte der Einsatz zweier Black Hawk-Hubschrauber, die mit 3.000 Liter-Löschbehältern die Flammen aus der Luft bekämpften, Wirkung.

Wegen des sumpfigen Gebiets und des seichten Wassers hatten sich die Löscharbeiten für die Feuerwehr ohne Hubschrauber schwierig gestaltet. Die Black Hawks pendelten seit dem Vormittag abwechselnd mit Wasser zur Feuerstelle. Einer der beiden Hubschrauber wurde an Land befüllt, der andere löschte das Feuer direkt mit Seewasser.

Der Brandherd sei nun schon sehr klein. Man rechne eigentlich damit, dass in der nächsten Stunde "Brand aus" gegeben werden könne, so Feuerwehrsprecher Peter Kroiss am Nachmittag zur APA. Dann sollten von dem großen Feuer nur mehr kleine Glutnester übrig geblieben sein, die es im Rahmen von Nachlöscharbeiten zu beseitigen gilt.