Antisemitismus: Vilimsky fordert verbale Abkühlung. FPÖ-Generalsekretär und Europamandatar Harald Vilimsky fordert in der Debatte über Aussagen seines Parteikollegen Johannes Hübner von den "selbsternannten Moralaposteln verbale Abkühlung an heißen Sommertagen".

Von Redaktion, APA. Erstellt am 22. Juli 2017 (13:34)
FPÖ sieht sich einmal mehr in der Opferrolle
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Der "angebliche Fall von Antisemitismus" sei ein Sturm im Wasserglas, meinte Vilimsky am Samstag. SPÖ und ÖVP sollten zunächst in ihren eigenen Reihen für Ordnung sorgen als mit dem Finger auf Hübner zu zeigen. Denn dessen Aussagen würden "weder objektiv noch subjektiv Antisemitismus gutheißen oder zur Schau stellen", die Kritik daran sei daher verlogen und ein Ablenkungsmanöver.

Vilimsky denkt, dass bereits an einer Neuauflage von Rot-Schwarz oder Schwarz-Rot gearbeitet werde. Antisemitismus habe in der FPÖ keinen Platz, und auch Hübner selbst habe bereits klargestellt, dass seine Äußerungen nicht antisemitisch gewesen seien, so der Generalsekretär.

Nach Berichten über angebliche antisemitische Codes und Anspielungen durch Hübner bei einem rechtsextremen Treffen in Deutschland hatten die Parteispitzen von SPÖ und ÖVP diese scharf verurteilt. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) forderte außerdem Konsequenzen von der Bundespartei, anderenfalls könnten die Freiheitlichen kein Partner sein.