Herbstlohnrunde startet im Zeichen steigender Inflation

Heute um elf Uhr startet die Herbstlohnrunde - traditionell eingeläutet von den Metallern und wie immer in der Wirtschaftskammer in Wien.

Aktualisiert am 23. September 2021 | 10:35
Metaller eröffnen traditionell die Herbstlohnrunde
Metaller eröffnen traditionell die Herbstlohnrunde
Foto: APA (Archiv)

Im Vorjahr gab es eine sehr rasche Einigung auf ein Lohn- und Gehaltsplus von 1,45 Prozent, was der Jahresinflationsrate entsprochen hatte. Das Mindestgehalt stieg auf 2.000 Euro brutto. Heuer gehen die Verhandler von einer Jahresteuerung von 1,89 Prozent aus - bei einer zuletzt deutlich anziehenden Inflation.

Die Gewerkschaften haben schon durchklingen lassen, dass sie neben einer kräftigen Lohnerhöhung auch ein höheres Feiertagsarbeitsentgelt sowie den 24. und 31. Dezember arbeitsfrei bei Entgeltfortzahlung fordern. Die Arbeitgeber wiederum haben bereits betont, dass es bei den Kollektivverträgen nicht viel zu verteilen gibt, da die Industrie noch immer nicht das Vorkrisenniveau erreicht hat. Drei Verhandlungsrunden wurden jedenfalls schon einmal angesetzt, die dritte Runde findet am 12. Oktober statt - außer es steigt schon vorher weißer Rauch auf.