Erstellt am 19. Januar 2017, 08:22

von APA Red

Ein Toter und Vermisste nach Erdbeben. Ein Toter und zwei Vermisste - das ist die vorläufige Bilanz der Erdbebenserie, die am Mittwoch Mittelitalien erschüttert hat.

Die Erdbebenserie löste auch eine Lawine aus  |  APA (AFP)

Am Mittwoch wurde eine Leiche aus den Trümmern eines Gebäudes in Castel Castagna in der Provinz Teramo geborgen. Zudem wurde in Campotosto nahe L´Aquila ein 70-Jähriger gesucht, der von einer durch das Beben ausgelösten Lawine verschüttet worden war.

Am Mittwoch hatten vier schwere Erdstöße innerhalb weniger Stunden die Region um die Stadt Amatrice südöstlich von Perugia erschüttert. Feuerwehrmannschaften bargen eine Mutter und ihr Kind lebend aus den Trümmern ihrer Wohnung in Campotosto nahe L ́Aquila. Die beiden wurden unterkühlt mit einem Hubschrauber ins Spital eingeliefert. Campotosto zählt zu den Gemeinden, die nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tagen schwer erreichbar waren. Soldaten waren im Einsatz, um die Straßen zu räumen.

Die Bebenserie löste auch eine Lawine am Gran-Sasso-Massiv in der mittelitalienischen Bergregion Abruzzen aus. Dabei wurde ein Hotel verschüttet, in dem sich etwa 20 Personen, darunter zwei Kinder befanden. Zwei Personen konnten zunächst gerettet werden, berichtete das Staatsfernsehen RAI. Nach unbestätigten Berichten gebe es einige Verletzte, nachdem Teile des Hotels eingebrochen waren.

Die Betroffenen im Hotel Rigopiano in der Ortschaft Farindola baten um Hilfe. "Wir erfrieren", hieß es in der Botschaft. Das Hotel sei total verschüttet. Die Rettungseinheiten konnten wegen des hohen Schnees nur mit größter Mühe nach Stunden das Gebäude erreichen, in dem Lichter brannten. Teile des Objekts seien eingestürzt, hieß es. Zwei Personen wurden in Sicherheit gebracht. Noch unklar ist, ob es Todesopfer gibt. Die Rettungsaktion wurde von einem Schneesturm in der Gegend erschwert.