2017 wieder mit leichtem Anstieg an Verurteilungen. Im Jahr 2017 ist die Zahl der Verurteilungen gegenüber 2016 von 30.450 auf 30.746 um knapp ein Prozent gestiegen. Laut den Zahlen der Statistik Austria wurden 28.286 Personen von österreichischen Gerichten rechtskräftig verurteilt, diese Zahl ging zwischen 2013 und 2017 um 10,3 Prozent zurück. Vermögensdelikte lagen dabei auch im Vorjahr wieder an erster Stelle.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 29. Mai 2018 (11:12)
Zahl der Verurteilungen um knapp ein Prozent gestiegen
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Männer (85,5 Prozent) wurden beinahe sechsmal so oft verurteilt wie Frauen. Zum Tatzeitpunkt waren 94 Prozent der verurteilten Personen volljährig, junge Erwachsene im Alter von 18 bis 20 Jahren wurden gemessen an der Wohnbevölkerung überdurchschnittlich oft verurteilt. Etwas mehr als die Hälfte der Verurteilten waren österreichische Staatsangehörige, 42,3 Prozent hatten eine ausländische Staatsbürgerschaft.

Im Fünfjahresvergleich lag die Zahl der Verurteilten nur 2016 mit 27.916 Verurteilten noch niedriger als 2017. Rund ein Drittel (32,5 Prozent) wurde innerhalb von vier Jahren wieder verurteilt. Die Quote sank gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte.

Mit rund einem Drittel liegen die Vermögensdelikte an der Spitze: Insgesamt 49.049 Delikte waren strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen (15.225 Delikte, Anteil: 31,0 Prozent), also etwa Diebstahl, Betrug und Sachbeschädigung. Etwa jedes fünfte Delikt war eine strafbare Handlung gegen das Suchtmittelgesetz (18,5 Prozent), knapp gefolgt von Delikten gegen Leib und Leben (17,1 Prozent). Im Vergleich mit dem Vorjahr gab es bei den führenden drei Deliktgruppen bei den Suchtmitteldelikten einen Anstieg, die beiden anderen waren rückläufig.

Laut Wiederverurteilungsstatistik waren 44,7 Prozent der beobachteten Personen weder vorbestraft noch wurden sie im Beobachtungszeitraum neuerlich verurteilt, womit die Verurteilung ein einmaliges Ereignis blieb. Etwa jede fünfte Person (19,8 Prozent) war zum Zeitpunkt der Ausgangsverurteilung bereits vorbestraft und hatte mindestens eine Folgeverurteilung im Beobachtungszeitraum.