Waffen bei Hausdurchsuchungen beschlagnahmt. Die Polizei hat am Mittwoch in der Kärntner Bezirksstadt St. Veit bei zwei Hausdurchsuchungen Waffen und Munition beschlagnahmt. Ermittelt wird wegen Verdachts auf illegalen Waffenhandel.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 03. Mai 2018 (10:55)
Zahlreiche Langwaffen und Munition wurden beschlagnahmt
APA (LPD KÄRNTEN)

"Es wurden auch Datenträger sichergestellt, diese werden aber erst ausgewertet", sagte Walter Schlintl vom Bezirkspolizeikommando St. Veit am Donnerstag zur APA.

Eine der Verdächtigen, eine 42-jährige Kärntnerin, hatte am Mittwoch bei einer waffenrechtlichen Überprüfung nicht mit den Behörden kooperiert. Laut Schlintl weigerte sie sich, die registrierten Waffen, die sie eigentlich legal besaß, vorzuzeigen. Außerdem widersprach sie sich in ihren Aussagen, wo sich die Waffen befinden. Daraufhin ordnete die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung an. Dabei wurde unter anderem ein gestohlenes Sturmgewehr samt Verschluss aber ohne Lauf auf einem Tresor frei liegend gefunden.

Ihr 41-jähriger Geschäftspartner, der zufällig anwesend war und gegen den bereits ein Waffenverbot bestand, wurde wegen Verabredungs- und Verdunkelungsgefahr vorläufig festgenommen. Auch bei ihm gab es eine Hausdurchsuchung. Gegen die Frau wurde ein Waffenverbot ausgesprochen. Bei den Hausdurchsuchungen wurden 150 Langwaffen, 14.000 Stück Geschoße, 6.000 Zündhütchen, 160 Stück Munition sowie drei Gegenstände nach dem Verbotsgesetz beschlagnahmt. Außerdem fanden die Polizisten noch eine geringe Menge Cannabis und eine Waage mit Kokainspuren.