Hurrikan "Maria" gewinnt wieder an Stärke. Hurrikan "Maria" gewinnt auf seinem Zug durch die Karibik wieder an Stärke. Das Nationale Hurrikanzentrum der USA (NHC) stufte den vorübergehend etwas abgeschwächten Wirbelsturm am Donnerstagabend als Hurrikan der Kategorie drei auf der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala ein.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 22. September 2017 (05:37)
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Puerto Rico wurde von "Maria" besonders hart getroffen

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Stundenkilometern nahm er demnach Kurs auf die Turks- und Caicosinseln und den Südosten der Bahamas. Das Zentrum warnte vor starken Regenfällen und Erdrutschen. Teile der Dominikanischen Republik meldeten Überschwemmungen. Auch in Puerto Rico, wo "Maria" zuvor gewütet hatte, blieb die Lage angespannt. Das US-Territorium sei "völlig zerstört" worden, sagte US-Präsident Donald Trump. Gouverneur Ricardo Rossello sprach von einer großen Katastrophe und verhängte eine nächtliche Ausgangsperre bis Samstag.

In dem US-Außengebiet mit seinen rund 3,4 Millionen Einwohnern fiel der Strom aus. US-Präsident Donald Trump rief den Katastrophenzustand aus und will die Insel bald besuchen. Puerto Rico ist mit 9.000 Quadratkilometern so groß wie Zypern.

Das US-Militär teilte mit, dass man mit sechs Hubschraubern und vier Transportflugzeugen Hilfsmaßnahmen für Puerto Rico und die Virgin Islands unterstütze. Viele Gegenden waren komplett abgeschnitten; eine Hoffnung war, dass der Flughafen in Puerto Rico wieder den Betrieb aufnimmt, damit US-Hilfsflüge die Insel ansteuern können.

Mit Ausrufung des Katastrophenzustandes bekommt das US-Außengebiet, das eine hohe Armutsrate aufweist, Geld aus Washington. Dazu zählen Hilfen für Notunterkünfte und Hausreparaturen.

Bisher ist Puerto Rico ein assoziierter Freistaat. Per Referendum hatte die von der Pleite bedrohte Insel aber beschlossen, dass man der 51. Staat der USA werden möchte. Das könnte die Finanzlage verbessern. Dieser Wunsch muss aber vom US-amerikanischen Kongress gebilligt werden.

An der Stärke des Sturms dürfte sich nach Einschätzung des NHC in den kommenden Tagen kaum etwas ändern. Das Festland der USA dürfte "Maria" demnach aber voraussichtlich nicht heimsuchen.