Ronaldo für fünf Spiele gesperrt. Cristiano Ronaldo ist nach seinem Schubser gegen den Schiedsrichter im Hinspiel des spanischen Supercup-Finales für fünf Spiele gesperrt worden. Der portugiesische Fußball-Profi muss zudem 3.005 Euro Strafe zahlen. Zu diesem Urteil gelangte der Spanische Fußballverband am Montag. Ronaldo hatte sich beim 3:1-Sieg Reals nach seiner Gelb-Roten Karte zu der Attacke hinreißen lassen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 14. August 2017 (16:20)
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Vielleicht lässt er das Dress beim nächsten Mal an

Die Cristiano-Ronaldo-Show im Camp Nou dauerte keine 25 Minuten, aber sie hatte es in sich: Unter Buh-Rufen und Pfiffen war der portugiesische Real-Superstar in der 58. Minute eingewechselt worden. Es folgten der sehenswerte Treffer (80.), die mit Gelb bestrafte Zur-Schau-Stellung seines nackten Oberkörpers, eine umstrittene Schwalbe im Strafraum, der daraus resultierende Platzverweis und schließlich ein Frust-Schubser gegen Schiedsrichter Ricardo de Burgos Bengoetxea (82.).

Teamkollege und Real-Kapitän Sergio Ramos wollte davon aber nichts wissen. "Ich war zwar weit weg, aber ich glaube, dass er einfach das Gleichgewicht verloren und sich nicht fallengelassen hat", meinte Ramos zur vermeintlichen Schwalbe.

Auch Coach Zinedine Zidane unterstützte seinen Superstar. "Ich bin wütend, dass Cristiano Ronaldo vom Platz geschickt wurde", erklärte der Franzose nach dem Spiel gegen die Katalanen. "Vielleicht war es wirklich kein Elfmeter, aber ihm die Rote Karte zu zeigen war einfach lächerlich."

Die "Königlichen" fühlen sich jedenfalls ungerecht behandelt - und das nicht zum ersten Mal, wie die Sportzeitung "Marca" am Montag schrieb. "Real Madrid glaubt, dass es kein Zufall sein kann, dass Zidanes Team in den jüngsten fünf Clasicos immer mit einem Mann weniger auf dem Platz stand", schrieb das Blatt. Aber der Ausschluss Ronaldos durch den 31-jährigen Unparteiischen aus dem Baskenland "toppt nach Meinung der Mannschaft wirklich alles bisher Dagewesene".

Es war nicht die einzige umstrittene Entscheidung der Partie. Auch der von einem mutmaßlichen Foul an Barca-Stürmer Luis Suarez provozierte und von Lionel Messi verwandelte Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich in der 77. Minute sorgte für Wirbel. "Das war absolut kein Foulelfmeter", betonte Ramos, der den spektakulären Sturz von Suarez aus nächster Nähe verfolgt hatte.

Trotz allen Ärgers ist die Ausgangslage für Real bestens, um am Mittwoch bereits den zweiten Titel der neuen Saison einzufahren. In der Vorwoche hatte der Champions-League-Sieger schon den UEFA-Supercup mit einem 2:1-Erfolg in Skopje gegen Europa-League-Gewinner Manchester United für sich entschieden.