Kurz lobt Engagement der Länder und Gemeinden. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Freitag das Engagement der Länder und Gemeinden für die im Dezember geplanten Antigen-Massentests gelobt. "Dass sich alle Bundesländer beteiligen und bereits Termine vorgezogen und fixiert haben, ist sehr erfreulich", erklärte der Kanzler, der sich überzeugt zeigte, dass mit den Massentests das Infektionsgeschehen bis zur Impfung unter Kontrolle gebracht werden könne.

Von APA / NÖN.at. Update am 28. November 2020 (10:54)
Kurz sieht das Land bei Corona-Massentests auf Kurs
APA

Kurz dankte den Vertretern der Länder und Gemeinden sowie den verschiedenen ehrenamtlichen Organisationen wie beispielsweise der Freiwilligen Feuerwehr oder den Rettungsorganisationen, die bei den Testungen mithelfen werden. Innerhalb weniger Tage hätten die Länder und Gemeinden mit dem Bundesheer und den Gesundheitsbehörden alle Vorkehrungen getroffen, damit ab kommender Woche mit den ersten Massentests begonnen werden könne, so der Kanzler. Den Anfang macht die Bundeshauptstadt Wien am 2. Dezember.

Aus den Rückmeldungen der Länder und Gemeinden vernehme er, "dass sich viele an den Tests beteiligen werden", so Kurz. Das hätten auch die Testungen in Südtirol gezeigt. Dort sei es mit dem Massentest und der starken Beteiligung der Bevölkerung gelungen, den entscheidenden Reproduktionsfaktor "R" von 1,4 Richtung 0,5 runterzudrücken. Ähnlich in der Slowakei.

Kurz rief abermals zu einer hohen Beteiligung auf. Denn je höher diese sei, desto eher könne es gelingen, asymptomatische Corona-Infizierte zu identifizieren und Infektionsketten zu durchbrechen. Auch die gestern präsentierte Dunkelzifferstudie habe gezeigt, "wie wichtig diese Testungen sind und dass das Testen breiter Bevölkerungsgruppen notwendig ist", argumentierte Kurz.

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kann sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung vorstellen, an den geplanten Antigen-Massentests im Dezember teilzunehmen. Derzufolge würden sich 22 Prozent "ganz sicher testen lassen", 34 Prozent "möglicherweise". 20 Prozent der Befragten hingegen winkten ab und würden sich "ganz sicher nicht testen lassen". 17 Prozent lehnen eine Teilnahme "eher" ab. Befragt wurden 514 Personen, die Schwankungsbreite beträgt plus/minus 4 Prozentpunkte.