Kati Cher aus Donnerskirchen: Mit Vollgas in die USA. Die gebürtige Donnerskirchnerin Katrin Scherr alias Kati Cher pendelt regelmäßig in die USA, um dort an ihrer musikalischen Karriere zu arbeiten – mit Erfolg.

Von Reinhold Woditsch. Erstellt am 02. März 2020 (06:15)
Fleißig. Katrin Scherr arbeitet an ihrer Karriere.
ZVg/Bettina Friday Photography

Seit Ende 2018 ist die gebürtige Donnerskirchnerin Katrin Scherr alias Kati Cher die Musterschülerin von Gesangscoach Ken Templin in Arizona. Hier nimmt sie regelmäßig Gesangsdemonstrationen in seinem Tonstudio. Ihre Lieblingsgenres sind Rock und Metal, wie unschwer an ihrem Kleidungsstil zu erkennen ist.

Die mittlerweile 37 youtube Videos, die Kati Cher am Kanal der Ken Templin Vocal Academy veröffentlicht hat, ziehen sich aber quer durch alle musikalischen Spielarten. Durch die Videos konnte ich mir schon eine Fanbase in Amerika sichern“, erzählt Katrin Scherr.

Schlagzeuger von Alice Cooper kennengelernt

Natürlich geht auch in der Musikwelt nichts ohne Netzwerk: „Ich besuche gerne und oft Konzerte und lernte so Glen Sobel, den Schlagzeuger von Alice Cooper und den Hollywood Vampires kennen“ erzählt die Sängerin.

„Er hat mich zu einem Jam im Lucky Strike Club am Hollywood Boulevard eingeladen, bei dem er während meiner performance an den drums gesessen ist.“ Die Liste an Namen, mit denen sie sich dort die Bühne teilen durfte, beeindruckt: Musiker von Bands wie Linkin Park, Avril Lavigne, Santana, Jeff Beck, Linda Perry und Jeff Scott Soto. Danach fuhr sie auf die weltweit größte Musikmesse NAMM, wo sie wichtige Kontakte knüpfen konnte.

Auch in Europa kommt die Donnerskirchnerin viel rum: „Ich hatte 2019 diverse Gastauftritte mit befreundeten Bands, etwa mit der Hairmetalband MADHOUSE am Nova Rock Festival und auf der Wiener Wiesn und mit der steirischen German Rockcore Truppe SILENCER auf ihrer Tour durch ganz Österreich, für die ich auch das Schauspielern für ihr Musikvideo „Mitten ins Licht“ als Herausforderung angenommen habe“, erzählt sie.

Europatournee steht im Sommer an

Im Februar singt Kati Cher eine neue Aufnahmesession für die Ken Templin Vocal Academy ein, danach geht sie als Frontfrau mit einer bestehenden Band, deren Namen noch bekannt gegeben wird, auf Europatour. Kati hofft, dass darauf noch eine Wintertournee durch die USA folgt.

Nebenbei arbeitet die Kati natürlich sehr viel an ihrer eigenen Musik und ist hierzulande auch gemeinsam mit der burgenländischen Gitarrenlegende Bernhard Beibl für Covershows von Pop über Blues bis hin zu Hard Rock und Grunge zu buchen.

Apropos Arbeit: Besonders „bedanken möchte ich mich bei meinem Chef Boris Mikula, der es ihr ermöglicht, zwischen meinem Brotjob als Assistentin der Geschäftsleitung einer Tierklinik im Burgenland und dem Musikbusiness in den USA zu pendeln“, betont sie.

„Es stehen diverse Duette mit internationalen Künstlern für meinen eigenen YouTube Channel an. Das Cover des Charthits „11 Minutes“ wurde bereits veröffentlicht, auch Studiojobs werden eingesungen.“, ergänzt sie.

Bei der Frage, mit welchen Musikern sie gerne zusammenarbeiten würde, muss sie überlegen: „Eigentlich ist die Liste unendlich lang, weil es so viele großartige Künstler gibt. Im Moment fallen mir da Myles Kennedy, Mark Tremonti, Lzzy Hale, Tina Turner, Dave Grohl, Corey Taylor, Jonathan Davis, Lady Gaga, und Jessie J ein.“

Neben dem Singen habe ich meine Leidenschaft zum Modeln entdeckt, wodurch ich, wenn es die Zeit erlaubt, Fotoshootings mache.

„Mein Herz brennt für Rock und Metal“

Mein Herz brennt für Rock und Metal, und es ist mein Traum, von der Musik zu leben. Mein Zielland für Musik ist definitiv Amerika, da dort die Resonanz meiner Musik am besten Anklang findet.

Anmerken möchte Katrin Scherr aber noch, „dass ich in der „normalen Welt“ immer der klassische Außenseiter war, der nie Anschluss finden konnte, weil ich anders war als die anderen, in der „Musikwelt“ fühl ich mich dagegen zuhause, hier werde ich akzeptiert, wie ich bin. Es fällt mir leicht, mich zu integrieren, und ich habe schon viele Freundschaften geschlossen. Ich lebe ganz nach dem Motto: Es gibt nur ein Gas, nämlich Vollgas! Ich bin davon überzeugt, wenn man etwas ganz stark will, dann kann man es auch schaffen!“

Die BVZ wünscht dem burgenländischen Ausnahmetalent alles Gute und hofft, in Zukunft noch viel mehr von ihr zu hören!