Einer von drei Singvögeln kehrt nicht zurück. Etwa 500 Millionen Vögel ziehen über Österreich in südliche Winterquartiere. Gleichzeitig ist es ein Kampf ums Überleben: Rund ein Drittel kommt im nächsten Frühjahr nicht wieder, berichtete BirdLife Österreich am Freitag. Mit einer europaweiten Vogelbeobachtungs-Aktion möchte die Organisation Bewusstsein dafür schaffen, "dass Vogel- und Naturschutz nur grenzüberschreitend funktionieren können".

Von APA Red. Erstellt am 22. September 2017 (12:12)
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Egal ob Nachtigall oder Lerche, viele Singvögel kommen nicht wieder

Etwa die Hälfte der in Österreich vorkommenden Vogelarten sind Zugvögel. Langstreckenzieher wie Weißstörche, Rauch- und Mehlschwalben haben Österreich bereits Richtung Süden verlassen. Nun begann auch der Abflug der Kurz- und Mittelstreckenzieher. Der Mangel an sicheren und nahrungsreichen Rastplätzen macht den Tieren während ihrer Tour besonders zu schaffen.

Doch auch die illegale Jagd setzt den Singvögeln zu, wie eine Studie von BirdLife International von 2015 zeige. Im Mittelmeerraum - vor allem Zypern, Malta, Syrien und Ägypten - werden demnach jedes Jahr mehr als 25 Millionen Vögel illegal getötet. Sie verenden an ausgelegten Leimruten, in Netzen oder werden erschossen.

BirdLife International bietet mit 29 Partnerorganisationen bereits zum 24. Mal die Aktion "European Birdwatch" an. Das Wochenende vom 30. September und 1. Oktober steht ganz im Zeichen des Vogelbeobachtens, begleitet von Veranstaltungen.