Brand in Wohnung: Bewohner im künstlichen Tiefschlaf. Aus bisher ungeklärter Ursache ist am Donnerstag gegen 6.40 Uhr in einem Wohnblock in Eisenstadt ein Brand ausgebrochen. Sperre in Neusiedlerstraße, ein Verletzter gerettet.

Von Redaktion bvz.at. Update am 21. Juli 2017 (09:42)

Das Feuer dürfte im Obergeschoß seinen Ausgang genommen haben. Die Brandursache steht noch nicht fest. Weitere Ermittlungen erfolgen durch einen Bezirksbrandermittler mit Unterstützung des Landeskriminalamtes und Spezialisten des Bundeskriminalamtes.

Die Feuerwehren aus Eisenstadt, Kleinhöflein und St. Georgen waren teils mit schwerem Atemschutz im Einsatz und durchsuchten die einzelnen Wohnungen.

Die Neusiedlerstraße war im Bereich des Kriegerdenkmals für den gesamten Verkehr gesperrt, eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet. Eine verletzte Person wurde gerettet und mit Verdacht auf schwere Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Eisenstadt eingeliefert. 

Mieter brach bewusstlos zusammen

Der Mieter wollte aus seiner verrauchten Wohnung flüchten, war dort dann allerdings bewusstlos zusammengebrochen. Es dürfte sich um einen 70-jährigen kroatischen Staatsangehörigen handeln. Der Mann befindet sich derzeit in einem Krankenhaus und liegt in künstlichem Tiefschlaf.

Insgesamt wurden bei diesem Einsatz 5 Atemschutztrupps der Feuerwehren Eisenstadt, St.Georgen und Kleinhöflein eingesetzt und der Brand konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Bei dem Einsatz waren zwei Kameraden der FF Eisenstadt kurzzeitig dem Brandrauch ausgesetzt, sie wurden zur Kontrolle durch einen Rettungswagen ins Krankenhaus Eisenstadt gebracht, konnten dieses jedoch kurze Zeit später wieder verlassen.

Bedienstete der Weinbauschule schlugen Alarm

Wie am späten Vormittag bekannt wurde, hatten Bedienstete der Weinbauschule Eisenstadt den Brand entdeckt, die Einsatzkräfte verständigt und die Evakuierung des Gebäudes eingeleitet.

Auf Facebook meldete die Schule: "Nachdem sich schon viele bei uns erkundigt haben: Der Brand war im Nachbarhaus in der Neusiedlerstraße, wir haben keine Schäden, weil die Feuerwehren schnell da waren und tolle Arbeit geleistet haben - unter ihnen auch einige Absolventen."

Es standen 3 Feuerwehren mit 12 Fahrzeugen und rund 60 Mann im Einsatz.