Endspurt im Wahlkampf: Urnengang in einer Woche. In einer Woche wählt Österreich einen neuen Nationalrat. Gut vier Monate nach Aufkommen des Ibiza-Videos von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am 17. Mai und der Neuwahl-Verkündigung durch ÖVP-Chef Sebastian Kurz einen Tag darauf sind wird am 29. September zu den Urnen gerufen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 22. September 2019 (07:29)
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Noch eine knappe Woche Intensivwahlkampf

Die letzte Wahlkampf-Woche bringt noch TV-"Elefantenrunden" sowie die Wahlkampfabschlüsse der Parteien. Der Wahlkampf-Endspurt beginnt bereits am Sonntagabend mit der gemeinsamen "Elefantenrunde" der Spitzenkandidaten auf den Privatsendern Puls4, ATV und Servus TV.

Zwei Tage später (24. September) findet die große Runde auf oe24.tv statt. Und kurz vor der Wahl steigt dann die klassische ORF 2-"Elefantenrunde", die am Donnerstag den Abschluss des TV-Wahlkampfs bildet.

Schlussveranstaltungen fast komplett am Freitag

Am Freitag halten dann fast alle Parteien ihre Abschlussveranstaltungen ab. Die SPÖ findet sich dazu am späteren Nachmittag (17 Uhr) im Wahlkampf-Zelt vor der Parteizentrale neben dem Burgtheater ein. Die FPÖ begeht ihr Finish ebenfalls am Nachmittag (ab 16 Uhr) am Viktor-Adler-Markt in Wien.

Zur gleichen Zeit werden die NEOS ihre Schluss-Veranstaltung abhalten: Sie treffen sich wie schon bei der EU-Wahl am Platz der Menschenrechte (Mariahilferstraße beim Museumsquartier). Die Grünen schließen ihre Kampagne bereits am Freitagvormittag im Sigmund Freud-Park beim Wiener Schottentor ab.

Einen Tag später, am Samstagvormittag, hält die Liste JETZT ihren Wahlkampf-Abtakt ab, der Ort steht noch nicht fest. Offen ist, wann die ÖVP ihren Wahlkampf abschließt. Die Termine werden erst am Dienstag der letzten Wahlkampfwoche feststehen, hieß es seitens der Partei. Ebenfalls noch nicht fixiert sind die Pläne von KPÖ und Wandel.

Einige Termine für die Wahlkarten-Wähler

Bühne bietet den Parteien auch noch die Nationalratssitzung am Mittwoch vor der Wahl, bei der einmal mehr fleißig die Wahlkampftrommel gerührt werden dürfte. Auf der Agenda stehen etwa das Gewaltschutzpaket und die Abschlussberichte zu den U-Ausschüssen.

Auch für die Wahlkarten-Wähler hält die Woche vor der Wahl ein paar Termine bereit: Denn wählt man via Postweg, so muss die Wahlkarte spätestens am 28. September um 9.00 Uhr im Briefkasten liegen. Die Post hebt ausnahmsweise am Samstag aus und liefert die Wahlkarten zeitgerecht ab. Man kann die Wahlkarte aber auch bei der Wahlbehörde abgeben - entweder schon vor dem 29. September oder auch direkt am Wahltag, und zwar direkt bei der Bezirkswahlbehörde (Adresse ist auf der Wahlkarte aufgedruckt). Abgegeben werden kann die Wahlkarte persönlich oder durch eine andere Person.

In Wien und Statutarstädten holt man die Wahlkarte bei der Bezirkswahlbehörde ab - und kann sie gleich dort ausfüllen und wieder abgeben. Und man kann am 29. September auch im "eigenen" Wahllokal oder in jedem beliebigen Wahllokal Österreichs mit nicht ausgefüllter Wahlkarte erscheinen. Diese wechselt man im Wahllokal gegen einen Stimmzettel. Ist die Wahlkarte ausgefüllt, kommt sie in den Topf "Briefwahl".

Wer im Ausland seine Stimme abgeben will, der muss sich sputen, da der Postweg länger dauert. Im EU-Raum und in der Schweiz können die ausgefüllten Wahlkarten bis Montag (23. September) bei einer österreichischen Vertretungsbehörde oder Einheit abgegeben werden. Für jene außerhalb des EWR ist es dafür schon zu spät: denn dort war der 20. September die Deadline.