Grüne wählen am Sonntag ihre Doppelspitze. Felipe wird Bundessprecherin, Lunacek Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 23. Juni 2017 (11:51)
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Ulrike Lunacek wird Spitzenkandidatin der Grünen.

Die Grünen wählen am Sonntag ihre neue Doppelspitze. Bei einem Bundeskongress in Linz wird Ingrid Felipe zur Bundessprecherin und Ulrike Lunacek zur Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl gekürt; beide als Nachfolgerin der zurückgetretenen Eva Glawischnig. Vergeben werden auch die vorderen Plätze auf der Bundesliste für die Wahl.

Das Hearing und die Wahl Felipes zur Parteichefin bilden den ersten Programmpunkt am Sonntag im Linzer Design Center. Felipe, seit 2013 Landeshauptmann-Stellvertreterin in Tirol und seit 2016 Vize-Parteichefin, wurde dafür im Mai vom erweiterten Bundesvorstand der Partei (EBV) einstimmig nominiert.

Danach folgt die Kür Lunaceks, die den EBV ebenfalls einstimmig hinter sich hat. Auch eine Rede ist vorgesehen. Am Nachmittag ist dann die Vergabe der dahinter folgenden Bundeslistenmandate an der Reihe. 17 Personen haben sich dafür beworben, wobei kurioserweise noch gar nicht klar ist, um wie viele Positionen sie rittern.

2013 waren es 14 Listenplätze, die am Bundeskongress per Wahl von den Delegierten vergeben wurden. Bis zum Platz neun schafften es die dort gereihten Personen damals in den Nationalrat. Wie viele es diesmal sein werden, wird in einer EBV-Sitzung erst heute, Freitagnachmittag, festgelegt. Die weitere Reihung auf der Liste ist dann wieder EBV-Aufgabe.

Einige Listenbewerbungen sind schon bekannt: Für Platz zwei kandidiert Vize-Klubchef Werner Kogler, für Platz drei Umweltsprecherin Christiane Brunner. Auf Platz vier hat Sicherheitssprecher Peter Pilz Ambitionen, und zwar nur auf diesen, wie er der APA am Freitag sagte. Sollte er dabei an einem Gegenkandidaten scheitern, will er keinen anderen Listenplatz anstreben.

Neben Lunacek, Kogler, Brunner und Pilz wollen auch noch die Nationalratsmandatare Helene Jarmer, Alev Korun, Bruno Rossmann, Julian Schmid und Wolfgang Zinggl möglichst weit vorne auf die Kandidatenliste.

Weitere Bewerber sind Bettina Bergauer und Matthias Kubat aus der niederösterreichischen Kommunalpolitik, der im Asylbereich profilierte Wiener Anwalt Georg Bürstmayr, die Wiener Bundesrätin mit polnischen Wurzeln Ewa Dziedzic, die in Kamerun geborene Linzer Gemeinderätin Marie-Edwige Hartig, Daniel Landau, Bildungspolitiker und Bruder von Caritas-Chef Michael, die Ottakringer Grünen-Klubchefin Kerstin Maireder und die stellvertretende burgenländische Landessprecherin Irmi Salzer.