NEOS werben für höhere Wahlbeteiligung. Die NEOS werben im Wahlkampf nicht nur für sich. "Projekt 80" heißt eine Initiative für eine höhere Wahlbeteiligung, die Generalsekretär Nikola Donig und Abgeordneter Nikolaus Scherak am Freitag in einer Pressekonferenz vorstellten.

Von APA Red. Erstellt am 29. September 2017 (11:49)
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Neos werben im Wahlkampf auch für "Projekt 80"

Neben Spots in sozialen Medien gibt es auch politische Vorschläge, etwa die Ausweitung der vorgezogenen Wahlmöglichkeit und Erleichterungen für Auslandsösterreicher.

Wie der Titel der "kleinen Informationskampagne" verrät, wollen die NEOS die Wahlbeteiligung auf zumindest 80 Prozent heben. In den vergangenen Jahrzehnten sei diese kontinuierlich gesunken. Für Donig ist die Teilnahme aber "ein ganz wesentlicher Teil unserer Demokratie". Vollkommen selbstlos sind die NEOS dabei natürlich nicht: "Es ist auch nicht überraschend, dass wir uns auch freuen, wenn viele Menschen NEOS wählen."

"Viele Hebel, wo man ansetzen kann" ortet Scherak. Etwa bei der in manchen Bundesländern schon bestehenden Möglichkeit zur vorgezogenen Stimmabgabe. So sollten auch bundesweit die Wahlkarten an allen behördlichen Stellen, an denen Wahlkarten ausgegeben werden, auch abgegeben werden können. Die amtliche Wahlinformation solle zudem auch in Gemeinden mit weniger als 1.000 Einwohnern gesendet werden.

Auch Auslandsösterreicher sollen es künftig leichter haben, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, geht es nach den NEOS. Scherak kann sich die Errichtung einer Servicestelle im Außenministerium vorstellen, eigene Wahlkreise für Auslandsösterreicher, eine zentrale Registrierung und die Möglichkeit, den Antrag auf Wählerevidenz bei Botschaften zu stellen. Weitere Forderungen: Ein personalisiertes Wahlrecht sowie mehr politische Bildung an Schulen.

Nicht zuletzt wollen die NEOS auch über Video-Botschaften in sozialen Netzwerken die Menschen zum Wählen animieren. So heißt es in einem Clip der JUNOS, in dem ein Jugendlicher offensichtlich in einem fremden Bett aufwacht: Wenn du heute noch nicht weißt, wo du am 15. Oktober aufwachen wirst, beantrage jetzt deine Wahlkarte." In einem weiteren Spot wirbt Listenzweite Irmgard Griss - samt Taube - für mehr Wahlbeteiligung.