Szigeti siedelt eigene Sektproduktion in Zurndorf an. Norbert und Birgit Szigeti siedeln sich mit ihrer Sektproduktion in Zurndorf an. Sechs Millionen werden in den neuen Standort investiert. Die Planung für das Großprojekt ist abgeschlossen, nun geht es in die Genehmigungsphase.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 18. Juli 2018 (13:29)
Birgit Böhm-Ritter
Gemeinsame Projektpräsentation: Norbert und Birgit Szigeti, Landeshauptmann Hans Niessl, Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig und Bürgermeister Werner Friedl.

Läuft alles nach Plan soll die Sektkellerei in Zurndorf in einem Jahr eröffnet werden. Unter der Marke A-NOBIS (lat. von uns) wird das Unternehmerpaar ihren eigenen Sekt vermarkten. 25 Arbeitsplätze werden geschaffen.

Unternehmen der Szigeti-Brüder sollen sich in Zukunft ergänzen

Seit vergangener Woche geht das Brüderpaar Norbert und Peter Szigeti, das in der Vergangenheit gemeinsam für hochqualitativen Sekt aus Gols verantwortlich zeichnete,  bereits wirtschaftlich getrennte Wege. Eine Zusammenarbeit bleibe aber weiterhin bestehen, betont Norbert Szigeti.

Nikolaus Eberstaller

Auch der Konkurrenzgedanke scheint ihm fremd. Seine neue Produktion sei eine Bereicherung für den heimischen Sektmarkt, wo Szigeti Aufholbedarf erkennt, was österreichischen Sekt anbelangt. Nur ein Drittel der Produkte am österreichischen Sektmarkt seien aus heimischer Produktion.

Die nun eigenständischen Unternehmen der Szigeti-Brüder sollen sich in Zukunft ergänzen: „Wir werden andere Produkte im Portfolio haben, als mein Bruder in Gols“, erklärt Norbert Szigeti im Rahmen einer Pressekonferenz im Zurndorfer Gemeindeamt, wo das neue Projekt am Mittwoch vor Medien präsentiert worden ist.

Beginnen will das Ehepaar Szigeti mit einer Jahresproduktion von 80.000 bis 100.000 Flaschen. Im Endausbau werden 500.000 Flaschen angezielt. Die beiden vertreten die Philosophie: „Von der Traube bis zum Glas Sekt – jeder Produktionsschritt in einer Hand.“ Der Standort in Gols sei dafür zu klein geworden.

Entstehen wird die Sektkellerei A-NOBIS in unmittelbarer Nachbarschaft des Paulahofs, wo sich auch das XXXLutz Logistikzentrum ansiedeln wird.

Birgit Böhm-Ritter

Auf einer verbauten Fläche von 5000 Quadratmetern wird allerdings weit mehr als eine Halle für Sektproduktion entstehen. Das Gebäude des Wiener Architektenbüros „Architects Collective“ soll kein Zweckbau werden, sondern repräsentative Architektur, in der Hochwertiges geboten wird: Und zwar nicht nur, was die Sektprodukte betrifft.

„Es soll ein Ort für Kunst, Kultur, Bildung und Kommunikation sein“, betont Birgit Szigeti. Gemeinsam mit externen Partnern, wie etwa Gastronomen aber auch Universitäten, soll ein gemeinsames Rahmenprogramm für Besucher entwickelt werden.  Der in Atriumbauweise und mit großem Innenhof ausgestattete Bau biete sich für Veranstaltung, wie etwa Konzerte, regelrecht an.