ÖSV-Team ging beim Seefeld-Triple leer aus. Das ÖSV-Team hat beim Nordic Combined Triple in Seefeld im fünften Versuch zum vierten Mal die Podestplätze verpasst. Und das bei der Generalprobe für die WM 2019 sogar deutlich.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 28. Januar 2018 (17:37)
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Denifl kämpfte sich am Sonntag weit nach vorne

Mario Seidl landete unmittelbar vor Wilhelm Denifl als bester ÖSV-Athlet auf Rang zehn. Als Gesamtsieger durfte sich am Sonntag erstmals Akito Watabe feiern lassen. Der auch schon am Freitag und Samstag vorangelegene Japaner gewann den letzten Bewerb vor Olympia überlegen 1:14,9 Minuten vor dem Norweger Jarl Magnus Riiber. Den Zielsprint um Platz drei entschied Fabian Rießle hauchdünn vor seinem deutschen Landsmann Vinzenz Geiger (beide +1:57,9 Min.) für sich. Der viermalige Triple-Sieger Eric Frenzel musste sich mit Rang sechs zufriedengeben.

Mehr als vierzig Sekunden hinter dem Drittplatzierten kam erst Seidl ins Ziel. "Die Saison ist noch nicht so wie die letzte. Aber es ist mir gut gelungen, von Tag zu Tag besser in Schuss zu kommen. Das stimmt mich sehr optimistisch", meinte der 2017 noch viertplatzierte Salzburger, der im 15-km-Langlauf vier Plätze verloren hatte. Der beste Österreicher auf Platz zehn sei aber natürlich nicht der Anspruch des Teams, gab Seidl zu. Hinsichtlich Olympia ist er trotzdem zuversichtlich. "Wir haben noch ein bisschen Zeit und wollen uns den Feinschliff holen."

Denifl wollte sich das mäßige Ergebnis nicht schlechtreden lassen. "Ich würde es positiv sehen, der Freitag war nicht gut, die anderen Tage waren ok. Ich bin offensiv gelaufen, ich habe es probiert", meinte der Tiroler. Er sei für Olympia jedenfalls guter Dinge. Der Routinier glaubt, dass sich die ganze Mannschaft bis zu den Winterspielen noch steigern wird. "Wir sind auf einem guten Weg, das hat man seit Predazzo (Anm. zwei Podestplätze von Lukas Klapfer) gesehen. Die Luft vorne ist dünn, es muss einfach alles zusammenpassen."

Für Lukas Klapfer reichte es nach den Aufholjagden an den ersten beiden Tagen diesmal nur noch für Rang 14. "Das Ergebnis ist nicht rosig, aber kein Weltuntergang. Verhaut habe ich es mir auf der Schanze", sagte der Steirer. Seine Laufform sei nach wie vor gut und die Kleinigkeiten im Springen könne er schnell wieder ausbessern, ist Klapfer überzeugt.

Überhaupt nicht nach Wunsch lief es für den nach seiner Blinddarm-OP erst Anfang Jänner ins Geschehen eingestiegenen Ex-Weltmeister Bernhard Gruber. Der Vorjahresdritte kam nicht über Rang 26 hinaus. "Ich plage mich", meinte der niedergeschlagene Salzburger. Ob er bis Olympia zurück in die Spur finden kann, sei offen. "Ich kann es nicht sagen, es ist ungewiss. Ich hätte gedacht, dass es besser geht."

ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen macht sich jedoch keine Sorgen um Gruber. "Wir haben schon noch ein bisschen Zeit. Er ist läuferisch eigentlich ganz gut drauf. Es kann auch schnell in die positive Richtung gehen, das gilt es jetzt herauszukitzeln. Er ist eine Wundertüte, er kann in kürzester Zeit wieder top drauf sein."

Das fünfte und letzte ÖSV-Olympiaticket ging an Franz-Josef Rehrl (21.), der gegenüber Lukas Greiderer (17.) den Vorzug bekam. "Bis auf den ersten Tag waren die Leistungen eigentlich ganz gut. Es hat schon gepasst", meinte Rehrl. Für den Steirer hätten schlicht und einfach die besseren Ergebnisse gesprochen, begründete Eugen seine Wahl.

Das rot-weiß-rote Olympia-Quintett trifft sich nach ein paar Tagen Pause am Sonntag in Oberstdorf zu einem viertägigen Trainingskurs. Der Abflug nach Südkorea erfolgt dann am Donnerstag darauf von Zürich aus. Der Rest der Mannschaft bestreitet am kommenden Wochenende den Weltcup in Hakuba.