2019 brachte mehr Straftaten bei weniger Aufklärung. In Österreich sind im vergangenen Jahr 487.672 Straftaten begangen worden, wie aus den übermittelten Rohdaten der Kriminalstatistik hervorgeht. Das würde einen leichten Anstieg von 14.691 Fällen (2018: 472.981) bedeuten. Bekannt wurden die Zahlen aufgrund der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von FPÖ-Klubchef Herbert Kickl.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 20. Februar 2020 (17:09)
Die Aufklärungsquote ging leicht zurück
APA (Themenbild)

Normalerweise wird die Kriminalitätsstatistik frühestens im Frühjahr präsentiert. Laut den nun veröffentlichten Rohdaten werden die meisten Delikte in Wien begangen (173.093 Fälle), gefolgt von Niederösterreich mit 68.879, Oberösterreich mit 64.604, Steiermark mit 52.986, Tirol mit 40.737, Salzburg mit 32.923, Kärnten mit 24.231, Vorarlberg mit 20.945 sowie das Burgenland mit 9.274 Fällen. In den Wiener Bezirken Favoriten (18.688, 2018: 16.915 Fälle), der Donaustadt (13.874, 2018: 12.563 Fälle) und Floridsdorf (12.194, 2018: 11.564) sind die Kriminalitätsraten am höchsten.

Die Aufklärungsquote ist allerdings leicht zurückgegangen. Im Jahr 2018 wurden noch 52,5 Prozent aller Straftaten aufgeklärten. Nach den Rohdaten von 2019 war es 51,9 Prozent. Im vergangenen Jahr wurden 302.550 Tatverdächtige ausgeforscht. 13.084 mehr als 2018 (288.414 Tatverdächtige).

Rohdaten sind nicht die endgültige Kriminalstatistik. Diese Daten müssen noch bereinigt werden, bevor sie in die letztlich veröffentlichte Kriminalstatistik - eine Anzeigenstatistik - einfließen.