BVT-Ausschuss: Goldgruber wird noch einmal befragt. Der BVT-Untersuchungsausschuss startet am Dienstag mit einem prominenten Zeugen in die Woche: Innenminister Herbert Kickls (FPÖ) Generalsekretär Peter Goldgruber muss erneut ins Parlament kommen. Die Abgeordneten orten zahlreiche Widersprüche in seinen Aussagen. Eine der Hauptbelastungszeugen in der BVT-Affäre, Ria-Ursula P., hat mit der Begründung, dass sie sich im Ausland befände, abgesagt.

Von APA Red. Erstellt am 15. Januar 2019 (01:00)
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Widersprüche bei Kickls Generalsekretär Peter Goldgruber

Nicht nur die Opposition, auch die ÖVP sah nach Goldgrubers erster Befragung eine ganze Reihe an Widersprüchlichkeiten zwischen seinen Aussagen und jenen anderer Auskunftspersonen. Der Spitzenbeamte hatte Anfang November die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen und seinen Minister in Schutz genommen. "Ich habe vom Minister nie den Auftrag erhalten, irgendwo aufzuräumen", sagte Goldgruber. Auch bestritt er, beim BVT-Chef nach den Namen von verdeckten Ermittlern im Burschenschafter-Milieu gefragt zu haben - später relativierte er, dass er sich nicht erinnern könne.

Zweite Zeugin wäre Ria-Ursula P. gewesen. Sie hat relativ kurzfristig wegen eines längeren Auslandsaufenthalts abgesagt. Ursprünglich hatte es geheißen, dass sie sich weigern würde, die zweiten Ladung entgegenzunehmen.

Zweite Zeugin am Dienstag ist somit Theresa H., die bei einer Postenbesetzung im BVT gegen Ria-Ursula P. das Nachsehen hatte.