Corona-Ampel: Weitere 51 Regionen könnten Rot werden. Die Corona-Ampel könnte am Donnerstag für weite Teile Österreichs auf Rot springen. Laut der Experten-Empfehlung an die Ampel-Kommission, die der APA vorliegt, werden 51 weitere Bezirke bzw. Regionen zur Rot-Schaltung vorgeschlagen. Bisher waren 25 Regionen als Gebiete mit "sehr hohem" Risiko eingestuft. Damit wären dann 76 der insgesamt 93 in der Ampel definierten Regionen Hochrisiko-Gebiete. Betroffen ist auch Wien. Die Sitzung der Kommission beginnt um 14.00 Uhr.

Von APA / NÖN.at Erstellt am 29. Oktober 2020 (14:21)
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Folgt die Kommission den Vorschlägen, werden weite Teile der Österreich-Karte rot ("sehr hohes Risiko") eingefärbt. Von Rot-Schaltungen betroffen wären dann alle Bundesländer - zuletzt waren noch Wien (das als gesamte Region beurteilt wird) und Kärnten ohne rote Flecken.

Der Vorschlag sieht neben Wien auch ganz Salzburg sowie Oberösterreich komplett rot. Grün wäre keine einzige Region mehr, gelb ("mittleres Risiko") lediglich vier: Spittal an der Drau (Kärnten), Murau (Steiermark), sowie die Regionen Großes Walsertal und Klostertal-Arlberg (jeweils Vorarlberg).

Darüber hinaus wird für dreizehn Regionen die Schaltung auf Orange vorgeschlagen: In Vorarlberg die Region Bregenzerwald-Kleinwalsertal, in Tirol der Bezirk Reutte. In Niederösterreich sind die Bezirke Scheibbs, Mistelbach, Horn und Hollabrunn für Orange vorgeschlagen, der Rest rot. In Kärnten lautet die Empfehlung, die Regionen Villach Stadt, Villach Land, Klagenfurt Land, St. Veit an der Glan und Feldkirchen auf Orange zu stellen. Rot wären im südlichsten Bundesland demnach Klagenfurt, Hermagor, Völkermarkt und Wolfsberg. Im Burgenland wäre alles rot bis auf Güssing und Neusiedl/See, hier lautet die Empfehlung Orange.

Diskutiert wird laut APA-Informationen auch erstmals eine Rot-Schaltung von ganz Österreich, was ebenfalls möglich ist. Ein Ergebnis der Kommissionssitzung wird für den Abend erwartet.

Die Einschätzung der Corona-Kommission erfolgte unter Berücksichtigung des Übertragungsrisikos, der Rückverfolgbarkeit der Übertragungsketten, der Testaktivität und der Ressourcenauslastung der Spitäler. Die detaillierten Kriterien für die Einschätzungen sind unter https://corona-ampel.gv.at/corona-kommission/bewertungskriterien/ abrufbar. Die finale Ampelschaltung wird im Anschluss an die Kommissionssitzung auf corona-ampel.gv.at und im Teletext auf Seite 659 veröffentlicht.