Gewerkschaft wirft ÖBB Einschüchterungsversuche vor. Die Gewerkschaft vida wirft der ÖBB-Führung vor, Druck auf Mitarbeiter auszuüben, die am Warnstreik am Montag teilnehmen wollen. Konkret sollen die Führungskräfte angewiesen worden sein, teilnehmende Mitarbeiter namentlich zu erfassen und zu melden. Die ÖBB wiesen den Vorwurf der Einschüchterung zurück: Für die sichere Betriebsabwicklung müsse man wissen, welche Mitarbeiter zur Verfügung stehen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 24. November 2018 (13:29)
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Roman Hebenstreit erhebt schwere Vorwürfe

Gleichzeitig appellierte das Unternehmen an beide Verhandlungspartner, die Gespräche wieder aufzunehmen und zu gemeinsamen Lösungen zu kommen: "Wir hoffen auf eine Lösung noch über das Wochenende."

"Für den Fall, dass Sie doch teilnehmen, ist die Abmeldung bei Ihrer Führungskraft zur Aufrechterhaltung des Bahnbetriebs unbedingt erforderlich", heißt es in einem angeblichen E-Mail der Konzernpersonalabteilung, das der APA vorliegt. Begründet wird dies, damit, dass so "notwendige personelle Ersatzstellungen durchgeführt" werden können. Anmerkung: "Es besteht kein Entgeltanspruch für streikende Arbeitnehmer."

"Ich bin davon überzeugt, dass die Österreicherinnen und Österreicher nicht auf so plumpe Manipulationsversuche der ÖBB hereinfallen werden", kommentierte vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit das Schreiben am Samstag via Aussendung. Das Unternehmen solle seine Machtposition gegenüber seinen Beschäftigten nicht ausnützen und Abstand von solchen "beispiellosen Einschüchterungsversuchen" nehmen.