Neuer Trend: Weniger sparen, mehr Kredite aufnehmen. Die Österreicher wollen deutlich weniger sparen und gleichzeitig spürbar höhere Kredite aufnehmen. Der geplante Sparbetrag für die nächsten zwölf Monate ist gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent von 5.700 auf 4.600 Euro gesunken; gleichzeitig stieg die im selben Zeitraum angepeilte Kreditsumme um ebenfalls 19 Prozent auf 76.500 Euro, geht aus einer Integral-Umfrage im Auftrag der Erste Bank hervor.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 14. August 2017 (18:29)
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Das Sparschwein wird geplündert, das Geld investiert

Etwas mehr als ein Drittel der Befragten will in den kommenden zwölf Monaten in ein kostenintensives Projekt wie etwa eine Wohnungsrenovierung oder ein neues Auto investieren - 15 Prozent streben dabei eine Kreditfinanzierung an. Bei der Erste Bank werden den Angaben zufolge bereits 80 Prozent der neuen Kredite mit einem Fixzinssatz abgeschlossen.

80 Prozent der Befragten möchten Geld zur Seite legen - dabei dominieren konservative Anlageformen. Trotz extrem niedriger Zinsen am beliebtesten ist laut Umfrage das Sparbuch (57 Prozent). Dahinter folgt das Bausparen (47 Prozent). Ein Drittel möchte sich für eine Lebensversicherung und/oder Pensionsvorsorge entscheiden, 24 Prozent wollen Wertpapiere kaufen, 20 Prozent hätten gerne eine Immobilie und 15 Prozent erwägen den Ankauf von Gold.

Für die kurz- und mittelfristige finanzielle Vorsorge empfiehlt die Erste Bank Sparbuch und Bausparer, für einen langfristigen finanziellen Polster Wertpapiere. Der Einschätzung der Bank zufolge ist "frühestens Ende 2018 mit einer ersten, leichten Zinserhöhung" seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) zu rechnen.