Tirol will Beteiligung Südtirols ausloten. Im Falle einer möglichen Bewerbung Tirols bzw. Innsbrucks für die Olympischen Winterspiele 2026 steht auch eine etwaige Beteiligung Südtirols im Raum. Man werde prüfen, ob Möglichkeiten dafür bestünden, sagte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Sonntag bei einer Pressekonferenz im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach.

Von APA Red. Erstellt am 20. August 2017 (18:01)
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Für Günther Platter hätte die Beteiligung Südtirols "Charme"

"Das hätte Charme", erklärte der Landeschef. Bereits zuvor bei der offiziellen Eröffnung des Forums hatte Platter in seiner Rede gemeint, dass "durchaus auch Kooperationsmöglichkeiten mit Südtirol" bestünden. "Der ein oder andere Bewerb" könnte im Falle des Falles in Bozen ausgetragen werden.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) bekundete bei der Pressekonferenz jedenfalls das "grundsätzliche Interesse" der autonomen Provinz an einer Beteiligung. Er verwies auf einen Passus im IOC-Statut, wonach neben der jeweiligen Austragungsstadt bzw. Region auch eine Nachbarregion an solchen Spielen beteiligt werden kann. Zunächst sei aber einmal die Tiroler Bevölkerung am Wort, so Südtirols Landeschef. Diese entscheidet am 15. Oktober in einer Volksbefragung über ein "Ja" oder "Nein" zu einer Bewerbung für Olympia 2026.