10.189 Corona-Neuinfektionen und mehr Spitalspatienten

Erstellt am 28. Juni 2022 | 12:08
Lesezeit: 3 Min
Rauch plant keine Änderung der Corona-Schutzmaßnahmen
Rauch plant keine Änderung der Corona-Schutzmaßnahmen
Foto: APA/ROLAND SCHLAGER
Die Sommer-Coronawelle nimmt weiter zu. Am Dienstag meldeten die Ministerien 10.189 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Nun gibt es bereits 91.561 laborbestätigte aktive Fälle. Auch in den Spitälern nimmt die Zahl der Patientinnen und Patienten weiter zu, 65 weitere Infizierte mussten seit Montag aufgenommen werden. Außerdem gab es vier weitere Todesfälle. Unterdessen sind nun mehr als fünf Millionen Menschen grundimmunisiert, haben also drei Corona-Schutzimpfungen erhalten.
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Die steigenden Zahlen sind für Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) weiterhin kein Grund, Maßnahmen zu ergreifen. "Bei Bedarf werden wir rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, die eine Überlastung der Spitäler und des Gesundheitspersonals ausschließen. Derzeit ist keine Änderung der Corona-Schutzmaßnahmen geplant", hieß es in einem Statement. Die Entwicklung werde laufend geprüft, besonders auch die Zahl der Patientinnen und Patienten und die Personalsituation in den Spitälern. Dort hat sich die Zahl der Patienten binnen einer Woche um 35 Prozent erhöht. Insgesamt 842 Infizierte wurden am Dienstag in Krankenhäusern behandelt, um 218 mehr als vor sieben Tagen. Auf den Intensivstationen liegen 47 Schwerkranke, um eine Person weniger als am Montag, aber sechs mehr als noch vor einer Woche.

Das Gesundheitsministerium konstatierte im Statement, dass die prognostizierte Sommerwelle nun etwas früher kommt als erwartet. "Vermutlich haben hier auch Großveranstaltungen und Feste einen Einfluss gehabt", hieß es. Die 10.189 Neuinfektionen liegen über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage, hier wurden täglich 8.850 neue Fälle gemeldet. Vorigen Dienstag wurden 7.281 Neuinfektionen gemeldet. Heute stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 689,9 Fälle je 100.000 Einwohner.

Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 4.403.444 bestätigte Fälle gegeben. Als genesen gelten 4.293.115 Personen. Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz ist derzeit Wien mit 1.137,6, in der Bundeshauptstadt wird aber am meisten getestet. Dahinter folgen Niederösterreich (776,9), das Burgenland (652,5) und Salzburg (601). Dahinter reihen sich Vorarlberg (562,5), die Steiermark (512,9), Oberösterreich (491,7), Tirol (424,2) und Kärnten (375,7).

Vier Todesfälle gab es seit gestern, in den vergangenen sieben Tagen wurden 30 Todesfälle registriert. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie laut Ministerienzahlen seit Ausbruch 18.768 Tote in Österreich gefordert. Die AGES meldete bereits am Montag 20.029 Todesopfer.

Österreichweit wurden in den vergangenen 24 Stunden 117.288 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet. Davon waren 96.677 aussagekräftige PCR-Tests, die Positiv-Rate betrug 10,5 Prozent. Im Schnitt wurden in der vergangenen Woche täglich mehr als 100.900 PCR-Analsysen durchgeführt, 8,8 Prozent fielen positiv aus.

Noch diese Woche wird eine Entscheidung des Nationalen Impfgremiums (NIG) für den vierten Stich erwartet, in Wien ist er bereits für alle vier Monate nach der dritten Impfung freigegeben. Am Montag wurden österreichweit 1.639 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.831.552 Personen bereits zumindest eine Impfung erhalten. Exakt 5.562.822 Menschen und somit 61,9 Prozent der Österreicher verfügen über einen gültigen Impfschutz. Für die Grundimmunisierung sind drei Impfungen erforderlich. Am Montag wurde hier die Fünf-Millionen-Marke überschritten. Exakt 5.000.051 Menschen haben bisher den Drittstich erhalten.