Südafrikanische Corona-Mutation vermutlich in Salzburg. Die südafrikanische Coronavirus-Mutation B.1.351 dürfte nun auch in Salzburg angekommen sein. Wie die Gesundheitsbehörde der Landeshauptstadt am Dienstag mitteilte, ist der 15-jährige Sohn eines in der Stadt lebenden Afrikaners von der Infektion betroffen. Es sei davon auszugehen, dass sich der hochgradige Mutationsverdacht bestätige. Es wäre damit das erste bestätigte Auftreten der neuen Virusvariante im Bundesland.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 16. Februar 2021 (11:43)
15-Jähriger in der Stadt Salzburg könnte betroffen sein
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Die Mutation B.1.351 verbreitet sich bisherigen Erkenntnissen zufolge offenbar schneller als bisher bekannte Stämme. Vermutet wird auch, dass sie schwerere Erkrankungsverläufe auslöst und häufiger junge Menschen befällt. Auch der zuletzt zugelassene Impfstoff von AstraZeneca soll nur einen geringen Schutz gegen die Virusvariante aus Südafrika bieten.

Als Indexperson für die aktuelle Infektion gilt derzeit der Vater des Jugendlichen. Er hat sich in Afrika aufgehalten und war per Flugzeug über Wien kommend nach Salzburg zurückgekehrt. Er wurde nach seiner Rückkehr positiv getestet - dabei war aber zunächst nicht klar, ob er sich mit einer Mutation des Virus angesteckt hat. Bei seinem nun ebenfalls infizierten Sohn verhärtete sich der Verdacht auf B.1.351 aber massiv. Die Behörden haben darum eine weiteres Screening der insgesamt siebenköpfigen Familie angeordnet. Die Ergebnisse der Sequenzierung der Proben sollen im Lauf der nächste Woche vorliegen.

Die gesamte Familie befindet sich in streng überwachter Quarantäne. Auch das Contact-Tracing wurde durchgeführt. Laut ersten Informationen der Stadt Salzburg dürfte sich der Mann nach seiner Rückkehr nach Österreich in Quarantäne befunden haben - eine Bestätigung dafür stand aber noch aus.

Laut Angaben der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), die SARS-Cov-2-Varianten in Österreich tabellarisch veröffentlicht, hat es bereits Anfang Februar einen nachgewiesenen Fall der südafrikanischen Variante in Salzburg gegeben. Wie das Land am Dienstag zur APA sagte, zähle man die betroffene Person aber nicht zur Salzburger Statistik. Sie habe zwar einen Wohnsitz in Salzburg, wurde aber in Tirol getestet und sei auch in Tirol aufhältig.