Doskozil klarer Vorzugsstimmen-Sieger. Bei der Burgenland-Wahl ist Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) auch klarer Sieger im Vorzugsstimmen-Duell. Laut dem vorläufigen Ergebnis erhielt Doskozil auf der Landesliste 56.975 Vorzugsstimmen, das sind beinahe dreieinhalb mal so viele wie ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner, für den 16.664 votierten.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 27. Januar 2020 (12:08)
SPÖ-Spitzenkandidat und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Lebensgefährtin Julia Jurtschak am Sonntag, 26. Jänner 2020, anlässlich Doskozils Stimmabgabe im Rahmen der burgenländischen Landtagswahl in Oberwart.
APA/ROBERT JAEGER

Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) gaben 7.949 Wähler eine Vorzugsstimme, 2.865 entschieden sich für die Landessprecherin der Grünen, Regina Petrik. Für Manfred Kölly vom Bündnis Liste Burgenland (LBL) votierten 1.100 Stimmberechtigte. NEOS-Landessprecher Eduard Posch erreichte 566 Vorzugsstimmen auf der Landesliste.

Die meisten Landeslisten-Vorzugsstimmen (12.741) bekam Doskozil in seinem Heimat-Wahlkreis Oberwart (Wahlkreis 5), wo er mit 7.722 Vorzugsstimmen auch auf der Kreiswahlliste am besten abschnitt. Ein starkes Vorzugsstimmen-Ergebnis verbuchte im Wahlkreis 5 auch SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Dax, der mit 3.380 Stimmen vom achten auf den zweiten Platz vorrückte. Bei der SPÖ überholte außerdem im Bezirk Neusiedl am See (Wahlkreis 1) LAbg. Kilian Brandstätter mit 4.709 Vorzugsstimmen die Erstgereihte, Landesrätin Daniela Winkler (3.614 Vorzugsstimmen).

Bei der Volkspartei schnitten die Erstgereihten in den Bezirken auch bei den Vorzugsstimmen am besten ab. Im Bezirk Mattersburg erhielt Klubobmann Christian Sagartz, der allerdings nach Brüssel ins EU-Parlament wechselt, die meisten Vorzugsstimmen (1.555) bei den ÖVP-Kandidaten. Am zweiten Platz folgt Julia Wagentristl, die es auf 1.462 Vorzugsstimmen brachte.

Im ersten Ermittlungsverfahren erreichte die SPÖ 15 und die ÖVP acht Mandate. Die anderen Parteien gingen auf dieser Ebene leer aus, weil sie nicht die nötige Stimmenanzahl erreichten, um ein Mandat zugesprochen zu bekommen - die Wahlzahl beträgt 5.000.

Im zweiten Ermittlungsverfahren bekamen SPÖ und FPÖ jeweils vier Mandate. Die ÖVP erhielt drei, die Grünen zwei Mandate. Daraus ergibt sich die Sitzverteilung im neuen Landtag mit 19 Mandaten für die SPÖ und acht Sitzen für die ÖVP. Die Freiheitlichen sind nun mit vier, die Grünen mit zwei Abgeordneten im Landtag vertreten.

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