Stöger pocht auf Erbschaftssteuer. Sozialminister Alois Stöger pocht auf die Erbschaftssteuer zur mittelfristigen Sicherstellung des Pflegesystems. Neben der Abschaffung des Pflegeregresses sollen damit auch 50 Prozent der Kostenbeiträge für mobile Pflege übernommen und das Pflegegeld für schwerst behinderte Kinder angehoben werden. Es sei die Aufgabe der Politik, Pflege in bester Qualität zu gewährleisten.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 23. Juni 2017 (11:06)
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Pflegeregress soll abgeschafft werden

Zudem müsse laut Stöger das System an die künftigen Herausforderungen angepasst werden. Stöger will am Freitag daher über kurzfristige und längerfristige Maßnahmen sprechen. Kurzfristig gelte es, Missstände lückenlos zu beheben. Mittelfristig schlägt die SPÖ vor, die Erbschaftssteuer auf Erbschaften über 1 Mio. Euro - dies soll 500 Mio. Euro jährlich bringen - in die Pflege zu stecken.

Konkret sollen damit der Pflegeregress abgeschafft und 50 Prozent der Kostenbeiträge für die mobile Pflege übernommen werden. Weiters wird vorgeschlagen, dass das Pflegegeld für schwerst behinderte Kinder um 720 Euro pro Jahr angehoben wird. Bis 2022 soll außerdem 1 Mrd. Euro in Pflegeberufe und damit die Qualität investiert werden.