Grüne legten Rechenschaftsbericht für 2018 offen. Die Grünen haben ihren Rechenschaftsbericht für 2018 veröffentlicht und schicken sich an, ihn an den Rechnungshof (RH) zu übermitteln, und zwar als erste unter den Nationalratsanwärtern, wie Wahlkampfleiter Thimo Fiesel am Dienstag gegenüber der APA betonte. Man habe sehr gut gewirtschaftet, fast die Hälfte der Schulden abgebaut und die Partei wieder auf Kurs gebracht, sagte er.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 17. September 2019 (14:54)
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Grüne bauten laut Fiesel fast Hälfte der Schulden ab

Einnahmen von 2,515.027,30 Euro standen laut dem Papier Ausgaben von 2,523.527,00 Euro gegenüber. Aus Spenden wurden 129.069,27 Euro lukriert, aus Fördermitteln 481.595,00 Euro und von Mandataren sowie Funktionären 23.777,01 Euro. Den größten Brocken machten Verrechnungen an territoriale Gliederungen der Partei aus, nämlich 1,789.368,96 Euro. Einnahmen aus Sponsorings vermerkt der Rechenschaftsbericht keine, ebenso wenig wie aus Inseraten.

Bei den Ausgaben sind Kreditkosten und -rückzahlungen mit 971.036,59 Euro der größte Brocken, gefolgt von Personalaufwand sowie Sachaufwand für Öffentlichkeitsarbeit. An Wahlkampfkosten des Kalenderjahrs 2018 geben die Grünen 708.480,59 Euro für die Landtagswahl in Niederösterreich, 374.643,39 für die Wahl in Kärnten, 474.673,78 für Tirol, 393.793,38 für Salzburg und 463.605,90 Euro für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl in Innsbruck an.

Den aktuellen Schuldenstand der Grünen hat zuletzt Finanzreferent Wolfgang Raback genannt. Er sprach vor wenigen Tagen von 953.000 Euro Bankschulden. Seinen Angaben zufolge war die Partei nach dem Rauswurf aus dem Nationalrat auf Schulden von vier Mio. Euro gesessen, die durch Sanierungsvereinbarungen mit den Landesparteien abgebaut wurden.