Lobnig-Schwestern rudern bei WM ins Doppelzweier-Finale

Erstellt am 23. September 2022 | 15:28
Lesezeit: 2 Min
Magdalena Lobnig greift mit Schwester Katharina nach Edelmetall
Magdalena Lobnig greift mit Schwester Katharina nach Edelmetall
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH
Magdalena und Katharina Lobnig haben am Freitag bei den Ruder-Weltmeisterschaften im tschechischen Racice im Doppelzweier das Finale erreicht. Die Schwestern wurden in ihrem Semifinale Zweite und rudern nun am Sonntag um WM-Medaillen. "Was für ein Rennen! Was für ein Endspurt! Einfach geil", jubelte danach Magdalena. Es ist der erste Finaleinzug eines Frauen-Doppelzweiers in der Geschichte des heimischen Ruderverbandes.
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Nur die Rumäninnen Ancuta Bodnar und Simona Radis waren im Semifinale schneller als die beiden Kärntnerinnen, die als neuformiertes Bootsduo in 6:50,17 Minuten eine neue ÖRV-Bestzeit in dieser Klasse aufs Wasser legten. "Wir haben die Nerven bewahrt, sind cool und geduldig geblieben. Aber vor allem sind wir zusammen gefahren, waren eine Einheit vom ersten bis zum letzten Meter", freute sich die 32-jährige Magdalena. Die um zwei Jahre jüngere, aber erfahrenere der beiden Schwestern ist mehrfache Medaillengewinnerin bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften.

Lob gab es auch von Nationaltrainer Robert Sens. "Es ist faszinierend, was die beiden hier abliefern. Es ist überhaupt kein eingefahrener Doppelzweier und welchen technischen Fortschritt die beiden hier bei der WM noch gemacht haben, ist sensationell." Im Finale will das Duo nun nach Edelmetall greifen. "Wir haben nichts zu verlieren, werden noch einmal alles rausholen. Schauen wir mal, was dann möglich ist. Aber ich habe das gute Gefühl, dass bei mir noch etwas geht", so Magdalena. "Gemeinsam mit der Schwester ein Finale zu rudern - es gibt nichts Schöneres!"

Konrad Hultsch beendete unterdessen die WM im Leichtgewichts-Einer auf Rang 16. Johanna Beyer und David Erkinger kamen im Para-Mixed auf Platz sechs.