Rezeptionist betrog Gäste um rund 10.000 Euro. Ein aus Hollabrunn (NÖ) stammender Rezeptionist eines Hotels in Saalbach-Hinterglemm im Pinzgau soll einigen Gästen bei der Abreise erhöhte Rechnungen ausgestellt haben.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 22. Februar 2017 (11:59)
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Der junge Mann kassierte überhöhte Rechnungsbeträge

Die Differenz zum regulären Zimmerpreis, die pro Fall zwischen 200 und 800 Euro betrug, soll sich der 26-jährige Weinviertler in die eigene Tasche gesteckt haben. Der Gesamtschaden wird laut Polizei auf rund 10.000 Euro geschätzt.

Erhöhte Rechnungen: Restgeld selbst einbehalten

Nachdem der Hotelier des Betriebes in Hinterglemm Verdacht geschöpft hatte, brachte er am Montag eine Anzeige bei der Polizei ein. Der beschuldigte Angestellte zeigte sich bei der Vernehmung durch die Beamten geständig. Als Motiv nannte er seinen aufwendigen Lebensstil, der ihn in Geldnot gebracht habe.

Der Hollabrunner soll einzelne Hotelrechnungen im Zeitraum Dezember 2016 bis Mitte Februar 2017 manipuliert haben. Für den mutmaßlichen Betrug wählte er nur barzahlende Gäste aus.

Polizeilichen Angaben zufolge stellte er erhöhte Rechnungen aus. Nachdem die Urlauber den Zimmerpreis beglichen hatten und abgereist waren, reduzierte der Mann den Betrag und gab diesen in das Buchungs- und Abrechnungssystem des Hotels ein. Den übrig gebliebenen Bargeldbetrag behielt er sich laut Polizei selbst. Dieselbe Betrugsmasche soll er auch bei Abrechnungen für Massagen im Spa-Bereich angewendet haben.

Als vorläufige Schadenswiedergutmachung zahlte der Beschuldigte 1.300 Euro an den Hotelbesitzer zurück. Polizisten konnten bei der Durchsuchung seines Personalzimmers auch eine geringe Menge an Cannabiskraut sicherstellen. Der Niederösterreicher wird nun wegen Betrugs bei der Staatsanwaltschaft Salzburg angezeigt. Die Polizei ermittelt noch nach der genauen Anzahl der Betrugsfälle.