Dänemark arbeitet tödliches Zugsunglück auf. Nach dem schlimmsten Zugsunglück in Dänemark seit mehr als drei Jahrzehnten sind die zuständigen Ermittler am Donnerstag weiter mit der Aufarbeitung des Vorfalls beschäftigt.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 03. Januar 2019 (06:49)
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Leerer Lastwagenanhänger löste offenbar Unglück aus

Gleichzeitig wurde an der Identifizierung der Toten gearbeitet. Frühestens am Donnerstag wollte die Polizei nähere Auskünfte zu den Opfern geben. In der Früh wollte sie in Odense über den Ermittlungsstand informieren.

Der auf der Storebeltbrücke verunglückte Passagierzug und der am Unfall beteiligte Güterzug sollten für weitere Untersuchungen in einen abgesperrten Bereich bei Nyborg am westlichen Ende der Brücke gebracht werden, wie die Polizei der Region Fünen am Mittwochabend mitteilte.

Am Mittwoch war ein Zug mit 131 Fahrgästen und drei Besatzungsmitgliedern an Bord auf der Storebeltbrücke verunglückt. Bisher wird davon ausgegangen, dass ein leerer Lastwagenanhänger von dem entgegenkommenden Güterzug herunterfiel und das folgenschwere Unglück somit auslöste. Näheres zur Ursache ist aber bisher unklar.

Sechs Menschen starben, 16 wurden verletzt. Es handelte sich um das opferreichste Zugsunglück in Dänemark seit 1988. Eine Aufarbeitung der Unglücksursache dürfte noch Wochen, möglicherweise auch Monate dauern.

Zum Unglückszeitpunkt hatte es in Teilen Skandinaviens heftig gestürmt. Die Brücke verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland und ist damit einer der wichtigsten Verkehrswege Dänemarks. Auf Seeland liegt auch die dänische Hauptstadt Kopenhagen.

40 Autofahrer müssen unterdessen Bußgelder zahlen, weil sie mit ihren Mobiltelefonen Bilder vom Unglücksort auf der Brücke über den Großen Belt gemacht haben. "Das geht absolut nicht in Ordnung. Zeigen Sie jetzt Respekt für die Betroffenen - und halten Sie im Übrigen die Straßenverkehrsordnung ein!!!", schrieb die Polizei von Fünen auf Twitter.