St. Georgen am Leithagebirge

Erstellt am 05. Oktober 2018, 07:13

von Nina Sorger

Heurigen-Wand: Kunstprojekt sorgt für Farbenspiel. Mexikanischer Künstler bemalte die Hauswand eines St. Georgener Heurigen mit burgenländisch-südamerikanischen Motiven.

Farbenfroh. Kathrin Pachinger, Lisa Siess, Künstler Addi Fernández Facte, Daniel Pachinger und Ulli Kammerzell vor „Mutter Erde“.  |  ZVg

Alle Farben spielt seit vergangener Woche der Heurige von Familie Pachinger in St. Georgen: Mutter Erde in Poncho und Blaudruck-Kopftuch blickt, umrahmt von einem farbenprächtigen Papagei und einem Gimpel auf einer Weinranke, gütig auf die Gäste herab. Geschaffen hat das Kunstwerk an der Hausmauer – ein sogenanntes Mural – der mexikanische Künstler Addi Fernández Facte auf Initiative von Kathrin Pachinger.

Durchaus positive Reaktionen von Gästen und Passanten

Sie entdeckte den Künstler – nein, nicht in Mexiko, sondern in Thailand: „Ich bin durch Asien gereist, und in Chiang Mai kam ich an einem Haus mit einem Mural vorbei. Das hat mich so beeindruckt, dass ich unbedingt den Künstler dahinter finden wollte“, erzählt Kathrin Pachinger. Wieder daheim, recherchierte Kathrin im Internet nach dem Künstler, der seine Werke mit dem Namen „Facte“ unterschreibt: „So kam ich auf die Spur von Addi und habe ihn kontaktiert.“

Zahlreiche Skype-Gespräche später kam Addi nach St. Georgen, und die Motivsuche begann: „Wir haben ihn eingeladen, mit uns zu leben, sind mit ihm durchs Burgenland gefahren, und daraus hat sich das Motiv ,Mutter Erde‘ ergeben“, so Kathrin Pachinger.

Heurigengäste und Passanten zeigten durchaus positive Reaktionen: „Viele Leute kamen vorbei und wollten mit Addi gleich in Kontakt kommen“, so Pachinger. Und auch dem Künstler hat es die burgenländisches Lebensart angetan: „Er wollte eigentlich längst schon zurück, aber er genießt noch ein bisschen das Burgenland – und für uns ist er fast schon ein Familienmitglied.“